
Jürgen Molnar ist Kapitalmarktstratege beim Broker Robomarkets.
Unter 22.000 Punkten im DAX waren sie dann gestern doch wieder anzutreffen – die berühmten und beinahe schon abgeschriebenen Schnäppchenjäger. Sie griffen zum Monatsultimo nochmal bei deutschen Aktien zu und verhinderten zunächst ein weiteres Abrutschen des Index auf die nächste Unterstützung bei 21.500 Zählern.
Wir stellen den Marktkommentar von Jürgen Molnar, Kapitalmarktstratege bei Robomarkets, vor.
Hier erfahren Sie, wie Sie bei Robomarkets günstig in Aktien und ETFs anlegen.
Mit einem Plus von über elf Prozent im ersten Quartal liegen drei sehr erfolgreiche Monate hinter dem DAX, was eine Verschnaufpause in der nun saisonal etwas schwächeren Börsenphase mehr als rechtfertigen würde. Anders ist die Situation an der Wall Street, hier liegen die wichtigsten Indizes seit Jahresbeginn im roten Bereich, allen voran der US-Technologieindex Nasdaq.
Eigentlich ein verkehrtes Bild. Sollen doch die von Trump verkündeten Straf- und Sonderzölle gerade die heimische Wirtschaft schützen und in Schwung bringen. Wirken sollen sie doch gegen Europa, China und den Rest der Welt – also allen, die den Amerikanern so unfair im Welthandel mitspielen. Doch das Gegenteil wäre der Fall, sollte die Börse wie so oft auch hier am Ende Recht behalten.
Das Rezessionsgespenst geht an der Wall Street um und die Angst ist groß, dass mit dem morgigen „Liberation Day“ der freie Welthandel noch ein Stück mehr in Trumps Geiselhaft genommen wird.
Kommen die Strafzölle noch umfassender als bislang befürchtet und lassen nur wenig Spielraum für Verhandlungen, wäre ein nächster Ausverkauf an der Wall Street das wahrscheinlichste Szenario. Und dem dürften sich dann auch die europäischen Indizes nicht entziehen können.
Im DAX geht es heute weiter um die Marke von 22.300 Punkten, die möglichst zurückerobert werden sollte, um zumindest mal eine Fortsetzung der Stabilisierung bis morgen zu ermöglichen. Dann werden die Karten im Weißen Haus neu gemischt.