Der DAX kommt langsam in Fahrt und nimmt allmählich wieder die Bestmarke von Mitte Januar ins Visier. Unter der Oberfläche zeigt sich hingegen bereits seit Wochen ein lebendigeres Bild: Die Indexmitglieder bewegen sich höchst heterogen. Die Grafik zeigt auf der X-Achse die Rendite seit Jahresbeginn, auf der Y-Achse den Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt. Nur wer in beiden Dimensionen positiv ist, befindet sich im oberen rechten „Trend-Quadranten“. Aktuell liegt der Großteil der Werte genau dort – ein kleines Indiz für die Robustheit des Aufwärtstrends und die Marktbreite.
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In diesem Umfeld agiert Siemens Energy als einsamer Wolf und größter KI-Profiteur im Index. Mit einer Rendite von rund 35 Prozent seit Jahresbeginn steht der Wert deutlich an der Spitze. Der Abstand von fast 60 Prozent zum 200-Tage-Durchschnitt wirkt im Vergleich zu den anderen Indexmitgliedern enorm, ist jedoch historisch betrachtet bei der Aktie über die vergangenen zwei Jahre gesehen nur Durchschnitt.
Auch andere Werte im Energie- und Versorgersektor profitieren von positiven KI-Impulsen. Neben Siemens Energy notieren insbesondere RWE und E.ON weit im positiven Bereich. Sie ziehen Nutzen aus der starken Nachfrage nach stabilen Netzen und Energiekapazitäten, die für den Betrieb großflächiger KI-Infrastrukturen unverzichtbar sind. Lediglich Bayer und, mit Abstrichen, Deutsche Telekom – WKN UQ3DEK – und Infineon – unser Call WKN JT9VSA – zeigen eine ebenso dynamische Trendstärke. Insbesondere Infineon überzeugt auch aus technischer Sicht, seitdem der Kurs die zähe Verkaufsregion um 38/40 EUR überwunden hat. Dieser Bereich dürfte nun als stabile Haltezone fungieren.
