Die Friedensgespräche zwischen den USA und Iran sind am Nuklearstreit gescheitert. US-Vizepräsident JD Vance sagte nach 21-stündigen Verhandlungen in Islamabad, Teheran habe sich nicht dazu bereit erklärt, verbindlich auf die Entwicklung von Atomwaffen zu verzichten. Damit sei kein Fortschritt erzielt worden. Iranische Staatsmedien machten im Gegenzug „unangemessene Forderungen“ der USA verantwortlich – sowohl in der Atomfrage als auch mit Blick auf die Straße von Hormus. Weitere Gespräche sind nach iranischen Angaben vorerst nicht geplant.
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Der Abbruch der Gespräche trifft auf eine ohnehin fragile Waffenruhe. Präsident Donald Trump spielte die Bedeutung der Verhandlungen herunter und erklärte, ein Abkommen sei für ihn nicht entscheidend, weil die USA den Krieg bereits gewonnen hätten. Gleichzeitig bleibt die Lage rund um die Straße von Hormus angespannt. Nach US-Angaben passierten am Samstag erstmals seit Kriegsbeginn wieder zwei amerikanische Zerstörer die Meerenge. Die iranischen Revolutionsgarden bestritten das und drohten für den Fall eines Durchfahrtsversuchs mit einer harten Reaktion. Später hieß es aus iranischen Agenturen, Teheran wolle die Passage weiter behindern, bis ein akzeptables Angebot aus Washington vorliege.
Damit bleibt der zentrale Konfliktpunkt ungelöst: nicht nur die Atomfrage, sondern auch die Kontrolle über die wichtigste Schifffahrtsroute für den globalen Ölhandel. Zwar haben die USA weite Teile der iranischen Marine zerstört, doch ein großer Teil der schnellen Boote der Revolutionsgarden, mit denen Iran Druck auf die Straße von Hormus ausüben kann, ist offenbar weiter einsatzfähig. Das erhöht die Unsicherheit für die Region und für die Märkte, weil die militärische Eskalationsfähigkeit Irans trotz der gescheiterten Gespräche nicht verschwunden ist.