Die private Altersvorsorge in Deutschland wird neu sortiert. Nach mehr als zwei Jahrzehnten Riester-Rente kommt mit dem Altersvorsorgedepot ein Modell, das stärker auf Kapitalmarkt, ETFs und Fonds setzt. Der Grundgedanke ist einfach: Wer langfristig fürs Alter spart, soll staatlich gefördert investieren können – ohne zwingend in teure Garantieprodukte gedrängt zu werden.
Das Altersvorsorgedepot soll ab 2027 starten und die bisherige Riester-Förderung schrittweise ersetzen. Anders als bei vielen klassischen Riester-Verträgen steht nicht mehr die vollständige Beitragsgarantie im Mittelpunkt, sondern die Chance auf höhere Renditen über einen langen Anlagezeitraum. Anleger sollen ihr Vorsorgekapital über zertifizierte Produkte etwa in Fonds, ETFs oder andere zugelassene Wertpapiere investieren können.
Genau diese Fragen stehen im Mittelpunkt des nächsten Webinars von Smartbroker. Nach dem großen Interesse am ersten Termin folgt nun ein zweiter Teil im Ask-me-anything-Format. Smartbroker-Vorstand Thomas Soltau beantwortet live Fragen rund um das neue Altersvorsorgedepot – von Förderung und Steuern bis zu Sonderfällen und praktischer Umsetzung. Zur Anmeldung…
Das Webinar findet am Mittwoch, 17. Juni 2026, um 19 Uhr statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Fragen können bereits bei der Anmeldung eingereicht oder live im Webinar gestellt werden.
Der politische Hintergrund ist klar: Die gesetzliche Rente bleibt die Basis der Alterssicherung, reicht aber für viele Erwerbstätige allein nicht aus, um den gewohnten Lebensstandard im Ruhestand zu halten. Die betriebliche Altersvorsorge deckt ebenfalls nicht alle ab. Das Altersvorsorgedepot soll deshalb die dritte Säule stärken – also die private Vorsorge.
Interessant ist vor allem die neue Förderlogik. Statt komplizierter Riester-Regeln soll es eine direktere Zulagenförderung geben. Wer einzahlt, erhält staatliche Unterstützung. Zusätzlich sollen Familien durch Kinderzulagen profitieren. Auch Gruppen, die bisher oft nur eingeschränkt Zugang zur geförderten Altersvorsorge hatten, etwa Selbständige, rücken stärker in den Fokus.
Ein weiterer Punkt ist der Kostendruck. Für das sogenannte Standarddepot ist eine Kostenobergrenze vorgesehen. Das ist wichtig, weil hohe Abschluss- und Verwaltungskosten bei langfristiger Altersvorsorge massiv auf die Rendite drücken können. Gerade bei einem Anlagehorizont von 20, 30 oder 40 Jahren entscheidet nicht nur die Marktentwicklung, sondern auch die Kostenstruktur über das Ergebnis.
Das Altersvorsorgedepot ist trotzdem kein risikoloses Sparbuch. Wer ohne Garantie in Aktien-ETFs oder Fonds investiert, muss Kursschwankungen aushalten. Kurzfristige Verluste sind möglich. Der entscheidende Punkt ist der lange Anlagehorizont: Altersvorsorgekapital wird über Jahrzehnte aufgebaut und soll nicht auf kurzfristige Marktbewegungen reagieren.
Viele Detailfragen sind für Anleger besonders relevant: Wie funktioniert die Besteuerung in der Auszahlungsphase? Was passiert mit bestehenden Riester-Verträgen? Können alte Verträge übertragen werden? Welche Regeln gelten für Selbständige, Beamte, Familien mit Kindern oder Menschen, die später ins Ausland ziehen? Und welche Anbieter werden ab 2027 tatsächlich attraktive Altersvorsorgedepots anbieten?
Kostenlose Anmeldung:
https://lnkd.in/dsd99R8i