
Gold und Silber reagieren mit kräftigen Kursgewinnen auf die überraschende Ausweitung der US-Anleiherückkäufe. Das Finanzministerium verdoppelt ab dem 9. September das maximale Volumen seiner Rückkäufe von Staatsanleihen mit Laufzeiten zwischen zehn und 30 Jahren von zwei auf mindestens vier Milliarden Dollar je Operation. Die Renditen am langen Ende und der Dollar gaben daraufhin nach; Gold stieg um mehr als vier Prozent auf rund 4.500 Dollar, Silber kletterte wieder über 65 Dollar.
Die Maßnahme kann man sich dabei wie eine Verschiebung vorstellen. Langlaufende Anleihen werden zurück gekauft, kurzlaufende werden dafür emittiert. Damit handelt es sich nicht um QE oder Kontrolle der Zinskurve.
Dennoch ist das Signal für die Märkte relevant: Washington zeigt, dass der Renditeanstieg am langen Ende zunehmend als Belastung empfunden wird.
Gold ist der direktere Profiteur, weil fallende Realzinsen und ein schwächerer Dollar seine Opportunitätskosten senken. Ferner ist das Vertrauen in den „Schuldner USA“ niedrig und wird durch solche Maßnahmen nicht erhöht. Das bekannte Muster des „Debasement Trades“ kehrt zurück. Wir sind bei Gold weiterhin stark investiert. Der Bull GQ6ULK liegt nun 42 Prozent im Plus. Wer unseren Dienst testen möchte, kann hier kostenfrei testen…