Der DAX ist am Dienstag 99 Punkten höher in den Handel gestartet gegenüber dem Schlusskurs vom Vortag. Er notierte bei 26.206 Zählern. Seine Talsohle erreichte er nach Handelsstart bei 26.164 Punkten. Sein Tageshoch markierte er am Vormittag bei 26.342 Zählern. Zum Schlussgong stand der DAX bei 26.266 Indexpunkten. Damit lag er 160 Punkte beziehungsweise 0,6 Prozent höher.

An Deutschlands Aktienmarkt hat am Dienstag Zuversicht überwogen, der DAX schloss im Plus und näherte sich seinem jüngsten Rekordhoch an. Rückenwind erhielten die Kurse von soliden Konjunkturdaten und rückläufigen Öl- und Gaspreisen. Das ifo-Geschäftsklima stieg im August um 2,1 Punkte auf 88,8 Zähler und legte damit den vierten Monat in Folge zu, womit der wichtige Frühindikator besser ausfiel als erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs im zweiten Quartal zum Vorquartal um 0,3 Prozent und damit 0,1 Punkte stärker als in der ersten Schätzung, sodass die deutsche Wirtschaft drei Quartale in Folge zulegte. Trotz der Folgen des Iran-Kriegs mit einer weiteren Belebung der Konjunktur gerechnet. Internationale Vorgaben blieben gemischt, in den USA verschlechterte sich das Verbrauchervertrauen im August. Für den MDAX ging es um 236 Punkte auf 32.267 Punkte nach oben. Der EuroStoxx 50 beendete den Handel 0,1 Prozent fester bei 6.456 Punkten. Der Euro wurde zuletzt mit 1,1670 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs für den Euro am Dienstag auf 1,1662 Dollar fest, nach 1,1664 Dollar vom Montag. Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei 3,21 Prozent.

Deutsche Einzelaktien

Scout24 führte den DAX mit einem Plus von 4,5 Prozent an, gestützt durch die überraschend robuste Konjunkturstimmung in Deutschland und die Aussicht auf mehr Binnennachfrage. Siemens Energy verbesserte sich um 2,7 Prozent, begünstigt von der angekündigten Verselbstständigung der Sparte Transformation of Industry. Zalando zog um 2,1 Prozent an, flankiert von einer positiven Analystenstudie, die die Wachstumschancen im Online-Modehandel betonte. Am unteren Ende der Skala lag Adidas mit einem Minus von 1,7 Prozent, belastet von eingetrübten Absatz- und Margenerwartungen im US-Sportartikelhandel nach Aussagen großer Einzelhändler. Siemens Healthineers gab 1,7 Prozent ab, nachdem zurückhaltende Aussagen des Vorstandschefs zur Notwendigkeit einer eigenständigen KI-Strategie im sensiblen Medizintechniksektor für Verunsicherung sorgten. BASF verlor 1,4 Prozent. Im MDAX setzte sich Kion Group mit einem Plus von 4,8 Prozent an die Spitze. Bilfinger kletterte um 3,9 Prozent. Auto1 zog mit einem Zuwachs von 2,7 Prozent nach. Am Ende der Rangliste fand sich Wacker Chemie mit einem Minus von 3,3 Prozent wieder, belastet durch das Niedrigwasser am Rhein und hohe Energiepreise. CTS Eventim büßte 2,3 Prozent ein, nachdem der Titel erneut am Widerstand um 62,50 Euro scheiterte und die schwache Zwölfmonatsbilanz die Zurückhaltung vieler Anleger verstärkte. Carl Zeiss Meditec sank um 1,2 Prozent.

USA:

In den USA zeigten sich die Aktienmärkte nach einem schwachen Wochenauftakt fester. US-Leitindizes erhielten Rückenwind durch deutlich sinkende Ölpreise und fallende Anleiherenditen. Nvidia erholte sich nach den jüngsten Kursabschlägen bereits vor den für Mittwoch nachbörslich erwarteten Geschäftszahlen und stützte damit den Technologiesektor. Der Dow Jones schloss moderat im Plus und knüpfte an die Gewinne vom Vortag an. Der S&P 500 schloss ebenfalls höher. Besonders der Nasdaq 100 profitierte vom starken Chipsektor und holte einen Teil seiner jüngsten Rückgänge auf. Der Dow Jones beendete den Handel 149 Punkte oder 0,3 Prozent höher und notierte bei 53.566 Zählern. Der S&P 500 lag zum Schlussgong 24 Punkte oder 0,3 Prozent im Plus bei 7.677 Zählern. Der Nasdaq 100 schloss mit einem Aufschlag von 186 Punkten oder 0,6 Prozent bei 29.209 Zählern. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe fiel um 6 Basispunkte auf 4,64 Prozent.

US-Einzelaktien

Merck führte den Dow Jones mit einem Plus von 3,8 Prozent an, gestützt von positiven Phase-3-Daten zur individualisierten mRNA-Krebstherapie in Kombination mit Keytruda. Der Chipkonzern Nvidia legte um 2,2 Prozent zu, getragen von hohen Erwartungen an die anstehenden Quartalszahlen und neuen Impulsen aus dem KI- und Robotikgeschäft. Goldman Sachs zog um 2,2 Prozent an, nachdem trotz eines frühen SEC-Verfahrens keine neuen belastenden Fakten zu Geschäftslage oder Ausblick bekannt wurden. Am unteren Ende der Skala rangierte Nike mit einem Minus von 3,1 Prozent, hier belasteten die schwachen Zahlen und die pessimistische Prognose von Dick’s Sporting Goods als wichtigem Vertriebspartner. McDonald’s gab 1,6 Prozent nach, da steigende Kaffeepreise und ein intensiver Wettbewerb um saisonale Getränke die Marge der Systemgastronomiegruppe einengen könnten. Salesforce verlor 1,6 Prozent, wobei Berichte über das ausgeweitete Engagement eines institutionellen Investors und den Fokus auf KI-gestütztes Wachstum den Kursrückgang nicht aufhalten konnten. Im Nasdaq-Index führte Lumentum Holdings mit einem Plus von 6,7 Prozent das Feld an. Nebius Group verbesserte sich um 5,2 Prozent, wobei die Meldung zur frühen Nutzung von Nvidias neuem Groq-3-LPX-Beschleuniger die Fantasie für Agentic-KI-Anwendungen belebte. Cadence Design Systems kletterte um 5,1 Prozent. Am Ende der Rangliste stand Thomson Reuters mit einem Minus von 3,9 Prozent. Intuit büßte 3,4 Prozent ein, hier drückten die in Aussicht gestellte Verlangsamung des Umsatzwachstums, der Fokus auf Kundenakquise vor Margen und mehrere im Call adressierte strukturelle Risiken auf die Stimmung. Palo Alto Networks sank um 3,1 Prozent, trotz eines positiven Analystenkommentars. Im frühen Handel notieren die US-Aktienindex-Futures kaum verändert.

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