Der DAX ist zur Wochenmitte 11 Punkte unter dem Schlusskurs vom Vortag in den Handel gestartet. Er notierte bei 26.255 Zählern. Zunächst fiel er nach Handelsbeginn bis auf 26.197 Punkte. Von da an zog er am frühen Nachmittag bis auf 26.434 Indexpunkte an. Den Handel beschloss der Index bei 26.286 Zählern. Das Plus belief sich auf 20 Punkte beziehungsweise 0,1 Prozent.

Das Börsenbarometer hat sich zur Wochenmitte vor den anstehenden Quartalszahlen des US-Chipkonzerns Nvidia kaum verändert und blieb nahe an seinem Rekordhoch. Gefallene Ölpreise dämpften die Inflationssorgen und unterstützten den Markt, während zuletzt freundlichere Signale aus der deutschen Wirtschaft zusätzlichen Rückenwind brachten. Kursabschläge beim Schwergewicht SAP bremsten die Entwicklung, nachdem die Streichung einer Kaufempfehlung Gewinnmitnahmen auslöste. Der Preisindex PCE für Juli stieg in den USA etwas stärker als erwartet, belastete den deutschen Aktienmarkt jedoch kaum. Im Fokus stehen nun die Nvidia-Zahlen, die als wichtiger Belastungstest für die bisherige Dynamik im KI-Sektor gelten. Der MDAX schloss 254 Punkte oder 0,8 Prozent höher bei 32.521 Punkten. Der EuroStoxx 50 gewann 0,2 Prozent und lag bei 6.471 Punkten. Der Euro notiert heute früh bei 1,1659 Dollar. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs für die Gemeinschaftswährung gestern auf 1,1669 Dollar fest, nach 1,1662 Dollar am Vortag. Am Rentenmarkt gab die Umlaufrendite um 5 Basispunkte auf 3,16 Prozent nach.

Deutsche Einzelaktien

An der Spitze des DAX lag Heidelberg Materials mit einem Plus von 5,2 Prozent, unterstützt von der Rotation in konjunktursensible Industrietitel und einem positiver eingeschätzten Umfeld für zyklische Werte. Die Deutsche Bank legte um 4,3 Prozent zu, wobei die Erwartung weiterer EZB-Zinsschritte und der Verweis auf starke Quartalszahlen die Fantasie für das klassische Kredit- und Einlagengeschäft beflügelten. Commerzbank (+2,8 Prozent) zog an, begünstigt sowohl vom soliden europäischen Bankensektor als auch von anhaltender Übernahmespekulation durch Unicredit und einem neuen Mehrjahreshoch. Am unteren Ende der Skala stand SAP mit einem Minus von 2,9 Prozent, beeinträchtigt von einer UBS-Abstufung, Hinweisen auf ein nachlassendes Cloud-Wachstum und schwachen Vorlagen US-amerikanischer Softwarewerte. Adidas verlor 1,3 Prozent, nachdem ein trüber Ausblick des US-Händlers Dick’s Sporting Goods, Sorgen um den wichtigen Vertriebspartner Foot Locker und Hinweise auf operativen Gegenwind Zweifel an der Qualität des Wachstums nährten. Volkswagen gab 1,2 Prozent ab, da der verschärfte Sparkurs, strukturelle Kostennachteile mehrerer Werke und ein offener Konflikt mit dem Betriebsrat die Unsicherheit über die Ertragskraft des Autokonzerns vergrößerten. An der Spitze des MDAX präsentierte sich Thyssenkrupp mit einem Plus von 5,5 Prozent, getragen von Rückenwind für westliche Stahlhersteller durch neue Handelsschutzmaßnahmen gegen China. Kion verbesserte sich um 4,5 Prozent. Bilfinger rückte um 4,2 Prozent vor. Am Ende der Rangliste befand sich Carl Zeiss Meditec mit einem Minus von 2 Prozent. Fielmann büßte 1,4 Prozent ein, der Brillenhändler geriet nach einer Abstufung durch die DZ Bank und gesenkten Unternehmenszielen unter Druck.

USA:

US-Leitindizes haben nach einem freundlichen Start uneinheitlich geschlossen. Vor den nachbörslich erwarteten Geschäftszahlen von Nvidia blieben die Kursbewegungen insgesamt gering, da sich Marktteilnehmer mit klaren Positionierungen zurückhielten. US-Konjunkturdaten, darunter insbesondere neue Zahlen zur Inflationsentwicklung, spielten im Handel kaum eine Rolle. Dow Jones Industrial beendete den Tag leicht im Minus, während der S&P 500 nahezu unverändert schloss. Der Nasdaq 100 legte dagegen moderat zu und setzte sich damit von den Standardwerten ab. Nach einem durchwachsenen Wochenauftakt und einem Anstieg der Indizes am Dienstag fehlten frische Impulse für eine klarere Trendrichtung. Der Dow Jones verlor 114 Punkte oder 0,2 Prozent und ging bei 53.464 Zählern aus dem Handel. Der S&P 500 verabschiedete sich mit einem Minus von 2 Punkten bei 7.676 Zählern. Der Nasdaq 100 gewann 15 Punkte oder 0,1 Prozent und notierte bei 29.225 Zählern. Am Anleihemarkt stieg die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe gestern um 2 Basispunkte auf 4,66 Prozent.

US-Einzelaktien

Honeywell führte den Dow Jones mit einem Plus von 2,3 Prozent an. Caterpillar gewann 1,3 Prozent, während Apple um 1,2 Prozent zulegte. Am unteren Ende der Skala rangierte Nike mit einem Minus von 2,3 Prozent, belastet von der gesenkten Gewinnprognose von Dick’s Sporting Goods, Merck gab 2,1 Prozent ab, trotz der Aufmerksamkeit für den gemeinsam mit Moderna entwickelten Krebsimpfstoff und dessen positive Studiendaten. IBM büßte 1,8 Prozent ein. An der Spitze des Nasdaq stand Lumentum Holdings mit einem Plus von 6 Prozent. Western Digital rückte um 4 Prozent vor. Arm gewann 3,9 Prozent. Am unteren Ende der Skala lag Ferrovial mit einem Minus von 4,9 Prozent. Nebius Group verlor 3,6 Prozent. Intuit gab 3,2 Prozent nach, belastet von einer deutlich unter den Analystenerwartungen liegenden Prognose für das Geschäftsjahr 2027 mit angekündigter Wachstumsverlangsamung und zunehmenden strukturellen Bedenken rund um Wettbewerb und Künstliche Intelligenz. Im frühen Handel notieren die US-Aktienindex-Futures leicht im Plus, gestützt von positiven Nvidia-Quartalsergebnissen.

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