Nach unserer kleinen Auswertung vor einer Woche gab es Leserfragen, ob noch andere DAX-Aktien wie Siemens eine weiße Weste haben, wenn sie Anfang Oktober über dem GD 200 in das letzte Quartal starten. Die Antwort: Nein. Aber auch die zweitplatzierte Aktie nach Trefferquote kann sich sehen lassen.
Bei BASF zeigt die Statistik ein fast ebenso beeindruckendes Bild. Seit 2003 war das Kriterium – Einstieg Anfang Oktober wenn Kurs oberhalb der 200-Tage-Linie, Ausstieg Ende Dezember – in insgesamt 14 Jahren erfüllt. In 13 dieser Fälle gab es bis zum Jahresende Kursgewinne, was einer Trefferquote von 93 Prozent entspricht. Im Durchschnitt erzielten Anleger mit der Aktie ein Plus von knapp zwölf Prozent.
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Besonders hervor stachen die Jahre 2009 und 2010 mit jeweils 29 Prozent Kursgewinn sowie 2020 mit 26 Prozent. Diese drei Jahre verzerren die Durchschnittsrendite leicht nach oben und waren von einem jeweils ungewöhnlichen Börsenumfeld geprägt. Dass die Trefferquote nicht bei 100 Prozent liegt, ist einem Ausreißer geschuldet: Erst 2024 endete das vierte Quartal erstmals mit einem Minus von 9 Prozent. Damals war die Aktie Ende September allerdings auch kräftig gestiegen und überhitzt. Eine solche Ausgangslage liegt jetzt nicht vor, im Gegenteil. In den vergangenen vier Wochen fiel der Kurs um gut acht Prozent und ist damit eher überverkauft.
Für den Wert spricht zudem die geringe Korrekturanfälligkeit zum Jahresende. Wie die rote Linie zeigt, lagen die zwischenzeitlichen Verluste selten bei zehn Prozent. Auch bei BASF gilt aber: Die Statistik bietet keine Garantie, liefert aber eine solide historische Basis für den Chemiewert. Aus technischer Sicht wird der Kurs aktuell von der 200-Tage-Linie gestützt, an der seit Jahresbeginn mehrere Korrekturen endeten. Zu große Erwartungen sollte man aber nicht haben: Seit 2022 endeten mehrere Erholungen bei rund 53 bis 54 Euro. Entsprechend bieten sich auch hier Capped-Calls wie UN688Q an. Im defensiven Bereich wäre unser Favorit der Discounter WKN DN25UV.
