Der deutsche Leitindex ist am Montag bei 25.541 Punkten in den Handel gestartet. Er lag damit 82 Zähler unter dem Schlussniveau vom vorherigen Handelstag. Nach Börsenbeginn kletterte er bis auf 25.541 Indexpunkte. Am frühen Nachmittag fiel der DAX bis auf 25.199 Punkte zurück. Aus dem Handel ging der Index bei 25.320 Zählern. Das waren 303 Punkte beziehungsweise 1,2 Prozent weniger.

Geopolitische Spannungen im Nahen Osten haben zum Wochenauftakt auf die Frankfurter Standardwerte belastend gewirkt und die jüngste Erholung abrupt beendet. Der deutsche Leitindex büßte im Verlauf spürbar ein und rutschte zeitweise unter eine wichtige kurzfristige Trendmarke, bevor er sich zum Schluss wieder knapp darüber behauptete. Marktteilnehmer zeigen sich vor den in den kommenden Tagen anstehenden Quartalszahlen großer Technologiekonzerne wie SAP, Tesla, Meta und SpaceX zurückhaltend. Von der leichten Stabilisierung der US-Technologieaktien ging dabei kein spürbarer Impuls für das heimische Kursbarometer aus, dessen zuvor gezeigte relative Stärke gegenüber dem schwachen US-Techsektor nachließ. Der MDAX folgte der schwächeren Tendenz und beendete den Handelstag ebenfalls mit Verlusten. Der MDAX büßte 143 Punkte oder 0,5 Prozent auf 30.513 Zähler ein. Der EuroStoxx 50 sank um 1 Prozent auf 6.145 Zähler. Der Euro wird heute früh mit 1,1230 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs am Montag auf 1,1225 Dollar fest, nach 1,1253 Dollar am vorherigen Handelstag. Am Rentenmarkt zog die Umlaufrendite um 1 Basispunkt auf 3,41 Prozent an.

Deutsche Einzelaktien

Zalando führte den DAX mit einem Plus von 2,6 Prozent an. Symrise legte um 1,3 Prozent zu, nachdem ein erhöhter Stimmrechtsanteil von BlackRock das wachsende Engagement institutioneller Investoren signalisierte. Volkswagen rückte um 1,2 Prozent vor, nachdem Pläne für eingefrorene Gehälter und einen umfangreichen Stellenabbau Hoffnungen auf deutlich sinkende Kosten geweckt hatten. Am unteren Ende der Skala stand RWE mit einem Minus von 3,2 Prozent. Der Rüstungskonzern Rheinmetall gab 2,8 Prozent nach, belastet von Gewinnmitnahmen nach dem deutlichen Anstieg der Branche in den vergangenen Tagen. Die Deutsche Bank verlor 2,8 Prozent, wobei steigende Bauzinsen und die Eintrübung des Immobilienfinanzierungsgeschäfts die Ertragsperspektiven im Privatkundensegment schmälerten. Redcare Pharmacy lag im MDAX mit einem Plus von 3,9 Prozent vorn. Nemetschek kam auf ein Plus von 3,7 Prozent, während Ionos Group um 2,2 Prozent zulegte. Am unteren Ende der Skala fand sich Aroundtown mit einem Minus von 4,2 Prozent wieder, da die Berliner Debatte über eine mögliche Vergesellschaftung großer Wohnungsbestände mit niedrigen Entschädigungen die regulatorische Unsicherheit für den Gewerbe- und Wohnungskonzern erhöht. Lanxess verlor 4,2 Prozent. K+S gab 2,8 Prozent ab, belastet von ungeklärten Entsorgungskonzepten für salzhaltige Abwässer, wachsendem politischen Druck auf Einleitungen in die Werra und Verschiebungen im Stimmrechtsprofil des Großaktionärs Rossmann.

USA:

US-Leitindizes haben zu Beginn der Woche uneinheitlich tendiert, wobei der Nasdaq 100 nach seinem jüngsten Rückschlag einen deutlichen Erholungsversuch startete. Technologiewerte rückten in den Fokus, nachdem der Index seit seinem Rekordhoch vor knapp zwei Wochen rund 7 Prozent eingebüßt hatte und nun wieder Boden gutmachte, während der Dow Jones leicht nachgab und der S&P 500 moderat zulegte. Im Technologiesektor bestimmten weiterhin hohe Investitionen in KI-Infrastruktur das Bild, während Zweifel an deren Rentabilität bestehen bleiben und sich der Blick nun besonders auf kommende Margen- und Ausblickssignale von Schwergewichten wie Tesla, Meta und SpaceX richtet. Halbleiterwerte wie Sandisk, Western Digital, Marvell, Micron und Intel zählten zu den größten Gewinnern und leiteten nach vorangegangenen Gewinnmitnahmen eine spürbare Gegenbewegung ein. Amazon setzte sich im Dow an die Spitze, nachdem die Aktie zum bevorzugten Wert mit weiterem beträchtlichem Kurspotenzial erklärt wurde. Beim KI-Cloud-Anbieter CoreWeave verpuffte ein anfänglicher Kurssprung nach einer Kaufempfehlung und schlug in ein kleines Minus um, nachdem der Wert angesichts zuvor aufgekommener Sorgen über möglichen Finanzbedarf bereits unter Druck gestanden hatte. Der Dow Jones fiel um 36 Punkte oder 0,1 Prozent und beendete den Handel bei 51.966 Zählern. Der S&P 500 gewann 31 Punkte oder 0,4 Prozent und schloss bei 7.691 Zählern. Der Nasdaq 100 verbuchte ein Plus von 342 Punkten oder 1,2 Prozent und ging bei 29.529 Zählern aus dem Markt. Gestern zog die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe um 6 Basispunkte auf 5,15 Prozent an.

US-Einzelaktien

Amazon führte den Dow Jones mit einem Plus von 5 Prozent an, gestützt von neuen Analystenempfehlungen, die margenstarkes E-Commerce, Prime, Cloud und Werbung als zentrale Wachstumstreiber herausstellten. Zusätzliche Fantasie weckte die Aufnahme in mehrere Large-Cap-Kauflisten großer Häuser sowie der Einstieg in ein langfristiges Atomstromprojekt für die energieintensive Cloud-Sparte. Der IT-Konzern IBM gewann 1,8 Prozent, wobei Spekulationen auf Impulse aus dem anstehenden Quartalsbericht den Blick der Anleger auf die Aktie lenkten. Nvidia zog um 1,4 Prozent an, hier fungierte die Aufnahme in eine prominente Top-50-Empfehlungsliste als zusätzlicher Nachfrageimpuls. Am Ende der Dow-Liste rangierte JPMorgan mit einem Minus von 1,8 Prozent, belastet von rückläufigen Erträgen im Anleihehandel trotz leicht angehobener Zinsüberschussprognose. Amgen verlor 1,8 Prozent. 3M gab 1,7 Prozent nach, nachdem neue Datenzentrumskooperationen mit Amazon und Genius Electronic Optical sowie eine daran geknüpfte Optionsvereinbarung über Amazon-Warrants bekannt geworden waren. Im Nasdaq 100 setzte sich Western Digital mit einem Plus von 6,1 Prozent an die Spitze, getragen von einer breit angelegten Erholung im Technologiesektor und verstärkten Käufen in vorangegangene Rücksetzer. Sandisk kam auf ein Plus von 5,5 Prozent, wobei die Aktie im freundlichen Umfeld für wachstumsorientierte Technologiewerte besonders gesucht war. Datadog stieg um 5,4 Prozent, ein Upgrade durch Bernstein auf „Outperform“ mit Verweis auf starke KI-Rückenwinde sorgte hier für zusätzliches Interesse. Am Tabellenende fand sich Honeywell Aerospace mit einem Minus von 3,3 Prozent. Constellation Energy verlor 3 Prozent, während Exelon 2,5 Prozent abgab. Im frühen Handel notieren die US-Aktienindex-Futures kaum verändert.

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