
Wall Street Sign
Geht der Iran-Krieg zu Ende?Donald Trump versucht, den Märkten am Montagabend einen Endpunkt in Aussicht zu stellen, während der Krieg mit Iran weiter die Risikoprämien treibt. In einem Telefoninterview sagte er, der Krieg könne „ziemlich komplett“ sein; Iran habe „keine Marine, keine Kommunikation und keine Luftwaffe“ mehr, und die USA seien „sehr weit“ vor seinem ursprünglich genannten Zeitplan von vier bis fünf Wochen. Für Irans neuen Obersten Führer Mojtaba Khamenei habe er „gar keine Botschaft“, fügte Trump hinzu, deutete aber an, er habe jemanden im Kopf, der Khamenei ersetzen könnte, ohne Details zu nennen.
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Die Börsen handeln diese Aussagen als Versuch, eine Deeskalations-Erwartung aufzubauen – allerdings in einem Umfeld, in dem Öl und Transportwege den Ton angeben. Ölpreise schossen am Montag zeitweise bis nahe 120 US-Dollar je Barrel, bevor sie wieder zurückkamen; die Bewegung war so groß, dass sie an die Hochphasen von 2022 erinnert. Der Preissprung wird mit der Angst vor anhaltenden Störungen im Nahen Osten begründet, insbesondere rund um die Straße von Hormus, und mit Produktionsreaktionen in der Region. Gleichzeitig fiel Gold am Montag trotz Kriegsszenario zeitweise, weil der US-Dollar fester wurde und Inflationserwartungen die Hoffnung auf baldige Zinssenkungen dämpften.
Am Aktienmarkt zeigte sich die typische Mechanik: Zunächst wurden die Futures und dann der Kassahandel von Inflations- und Wachstumssorgen gedrückt, weil teureres Öl wie eine Steuer auf Konsum und Unternehmen wirkt. Im späten Handel kam es jedoch zu einer deutlichen Gegenbewegung, als Trumps Aussage „der Krieg könnte bald vorbei sein“ die Risikostimmung stabilisierte. Die Botschaft des Tages ist damit widersprüchlich, aber logisch: Aktien suchen jede Andeutung von Deeskalation, während Energie weiter eine hohe Risikoprämie verlangt.
