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Tradingideen

Amazon, Meta, Netflix – warum wir nun kaufen…

Die Märkte reagierten am Mittwoch mit kräftigen Kursaufschlägen auf die Entspannungsnachricht nach dem Gespräch Rutte / Trump. Die Nasdaq verbuchte den besten Handelstag seit Mitte Dezember. Zwischenzeitlich waren recht ordentliche Verluste in einzelnen Segmenten aufgelaufen. 

Die Märkte atmen durch – oder besser gesagt, sie rotieren. Ein genauer Blick auf die großen Technologie-Schwergewichte zeigt ein gemischtes Bild: Seit Jahresbeginn liegen die MAG 7 bis Mittwoch Abend im Schnitt gut fünf Prozent im Minus. Nur Alphabet und Amazon halten ihren Monatsdurchschnitt. Gleichzeitig notieren fünf der sieben Titel weiterhin oberhalb ihrer 200-Tage-Linie. Das spricht für einen intakten übergeordneten Haupttrend, der am kurzen Ende aber Ermüdungserscheinungen zeigt. 

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Meta und Microsoft wirken aktuell am verwundbarsten: Beide notieren unter der 21- wie der 200-Tage-Linie, Meta zudem rund 22 Prozent unter dem 48-Monats-Hoch. Aus antizyklischer Sicht entstehen hier allmählich überverkaufte Zonen und somit Einstiegschancen. Apple, Tesla und Nvidia bewegen sich im Niemandsland, Alphabet überzeugt fundamental, ist markttechnisch jedoch etwas überhitzt. Amazon wird nach dem Rücklauf an die obere Kante seiner Schiebezone zunehmend interessant.

Zwischenfazit: Die jüngste Aufwärtsbewegung wird nicht allein von den großen Tech-Werten getragen. Zwar markierten Dow Jones und S&P 500 zuletzt neue Allzeithochs, doch unter der Haube verschieben sich die Kräfte. Seit Ende Oktober verlor der Technologiesektor rund sechs Prozent, während der S&P 500 insgesamt leicht zulegte. Noch deutlicher wird das Bild, wenn man die Tech-Giganten herausrechnet: Der S&P 500 ohne Technologie gewann im selben Zeitraum gut fünf Prozent. Über die vergangenen fünfzig Tage schnitt Technologie damit klar schwächer ab als der übrige Markt – ein ungewöhnliches Muster, denn normalerweise ziehen die Wachstumswerte den Index.

Die Technologiebranche hinkt bereits seit einigen Monaten dem breiten Markt hinterher. In einem typischen 18-Monats-Zeitraum schafft das Tech-Segment normalerweise eine Outperformance von rund 12 Prozent. Aktuell liegen die relativen Renditen knapp unter null. Ein Blick in die Statistik schärft das Bild: In Phasen sinkender Leitzinsen tendiert der gleichgewichtete S&P 500 dazu, seinen kapitalgewichteten Bruder zu übertreffen. Mit einem potenziell lockereren Kurs der US-Notenbank ab Mai könnte das Umfeld konstruktiv bleiben – wobei wir nicht vergessen sollten: Die Börse ist keine Einbahnstraße.

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