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Tradingideen

Barrick Gold, Silber – 100% Chancen mit starken Nerven

Die Aktienmärkte haben den März bislang erstaunlich lange weggesteckt – bis der Ölpreisschock in der letzten Woche offen in die Bewertungs- und Inflationsdebatte durchschlug. Am Freitag rutschten Dow Jones, Nasdaq und auch der Russell 2000 in den Korrekturmodus, also mehr als zehn Prozent unter die jeweiligen Hochs. Gleichzeitig sprang der Volatilitätsindex VIX um rund 13 Prozent nach oben und lag wieder über 31 Punkten – ein Niveau, das weniger „Panik“ als anhaltenden Absicherungsbedarf signalisiert. 

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Der Dreh- und Angelpunkt bleibt Energie. Brent hat im März rund 55 Prozent zugelegt und am Freitag bei 112, US-Dollar je Barrel geschlossen, der höchste Stand seit Juli 2022. Der Markt handelt nicht mehr nur das Risiko einer Störung, sondern zunehmend den Eindruck eines realen länger anhaltenden Angebotsschocks – durch Schäden an Infrastruktur und durch unsichere Transitwege. Selbst wenn sich die Lage kurzfristig beruhigt: Produktionsdrosselungen und Logistikprobleme lassen sich nicht per Knopfdruck rückgängig machen, weshalb viele Investoren die „Ceasefire“-Schlagzeilen schlicht nicht mehr kaufen. 

Das erklärt auch, warum Trumps jüngste Diplomatieoffensive kaum hilft. Solange Iran den Zugriff auf die Straße von Hormus als Hebel ins Spiel bringt, bleibt die Risikoprämie im Öl- und Gasmarkt klebrig. Der Engpass ist nicht nur für Rohöl relevant, sondern auch für Lieferketten wie Düngemittel und sogar Helium, das in der Halbleiterindustrie und damit mittelbar auch im K.I.-Ausbau eine Rolle spielt. Für die Märkte ist das ein unangenehmer Mix: teureres Öl belastet Konsum und Margen, erhöht Inflationsängste und macht es der Notenbank schwerer, schnell zu lockern. 

Am deutlichsten zeigt sich der Stress am Anleihemarkt. Die Sorge vor einer zweiten Inflationswelle hat Renditen nach oben getrieben und die Nachfrage bei Auktionen zuletzt sichtbar gedämpft – ein Warnsignal, weil der Markt damit zugleich Wachstumssorgen und Inflationsrisiken einpreist. Ökonomen sehen inzwischen eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass das zweite Quartal in den USA schwach ausfällt, weil höhere Spritpreise und wieder steigende Sparneigung der Haushalte den Konsum bremsen könnten. Kurzfristig entscheidet damit weniger die nächste Makrozahl als die Glaubwürdigkeit einer Deeskalation: Der Markt braucht nicht schöne Worte, sondern klare Hinweise, dass Energieinfrastruktur sicher ist, Schifffahrtsrouten funktionieren und das Risiko erneuter Unterbrechungen spürbar sinkt.

Gold und Silber werden derzeit oft in einem Atemzug genannt, doch als Anlageinstrumente spielen sie in unterschiedlichen Ligen. Silber hat mit seiner vorherrschenden Volatilität seine Rolle als verlässlichen Bestandteil im Depot verspielt. 

Franz-Georg hatte schon im Januar auf die historischen Abverkäufe bei Silber hingewiesen. Tatsächlich hat sich das Muster wiederholt. Die Volatilität war enorm. Zwar könnte sich Silber nun ebenfalls mit Gold erholen, aber Gold bleibt vorerst unser Favorit. In den vergangenen Wochen haben Notenbanken wie Türkei und Polen ihre Reserven reduziert um die eigene Währung gegen den starken Dollar zu stützen. Sollte diese Bewegung auslaufen, könnte sich Gold nachhaltig erholen. Auch technisch spannend: Gold hat die 200-Tage-Linie mustergültig getestet. 

Während Gold von Investmentströmen, Schmuckkäufen, Zentralbanknachfrage und in geringerem Maß von industrieller Nutzung getragen wird, hängt Silber viel stärker von der Industrie ab. Das verschiebt sein Marktprofil: In wirtschaftlichen Schwächephasen reagiert Silber nicht wie ein verlässlicher Schutzanker, sondern eher wie ein zyklischer Rohstoff. Hinzu kommt, dass der Silbermarkt kleiner, weniger liquide und volatiler ist. Preisbewegungen fallen daher oft heftiger aus, sowohl nach oben als auch nach unten. 

 
Spekulative Alternative zu Call oder Bull: 
 
Gold Disc. Call
WKN MM5VJ4
Basis 4.100 USD / Cap 4.600 USD
Laufzeit Dezember 2026

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