
Jürgen Molnar ist Kapitalmarktstratege beim Broker Robomarkets.
An den europäischen Börsen scheint nach dem imposanten Jahresauftakt langsam die Luft raus zu sein. Der Euro Stoxx 50 tritt seit Mitte Februar auf der Stelle und konsolidiert seinen kräftigen Anstieg. Auch beim DAX lässt die Schwungkraft merklich nach. Jürgen Molnar – Robomarkets – analysiert für uns das technische Bild:
Auf dem nun erreichten Niveau wird der DAX offenbar als fair bewertet betrachtet. Investierte Marktteilnehmer sehen derzeit keinen Grund für einen Ausstieg, was die Stabilität unterstützt. Gleichzeitig bremst die nach wie vor überhitzte Markttechnik, insbesondere der hohe Abstand von 17 Prozent zum gleitenden 200-Tage-Durchschnitt (violett, Indikator unten), die Dynamik aus. Der langsame Abbau dieser Überhitzung könnte die Konsolidierung weiter verlängern.
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Ebenfalls bremsend wirken aus statistischer Sicht die bereits erzielten hohen Gewinne von rund 15 Prozent seit Jahresbeginn. Seit 1970 gelang dem DAX zu diesem Zeitpunkt ein solcher Anstieg nur in acht Fällen. In zwei von drei dieser Fälle stieg der Kurs bis zum Jahresende zwar weiter an, im Durchschnitt um rund sechs Prozent. Kurzfristig, bis in den Frühsommer, folgte jedoch meist eine breite Konsolidierung, wie die Transaktionsüberlagerung aller Fälle zeigt (braun gestrichelt). Es gibt daher gute Gründe für eine Fortsetzung der Seitwärtsbewegung zwischen 22.200/22.300 Punkten auf der Unterseite und 23.700 Punkten auf der Oberseite (Grenze des hellblauen Schwankungskanals und der Aufwärtstrendlinie). “
