Liebe Anleger, liebe Börsianer, für unseren Börsenbrief bei Feingold Research – herausgegeben von Daniel Saurenz und Nicolas Saurenz – gehört ein intensiver Check der deutschen Brokerlandschaft zur täglichen Arbeit dazu wie konkrete Anlageideen, Tradingvorschläge, Portfolios und über 25 Jahre vermittelte Börsenerfahrung. Beide Finanzexperten sind bekannt aus mehr als 100 TV-Auftritten bei n-tv, ARD, AktionärTV oder auch dem Deutschlandfunk, aus der FAZ, SZ und Börse Online. Daniel Saurenz begann seine Karriere nach BWL-Studium im Finanzbereich bei Börse Online, Capital und der Financial Times Deutschland.
In ihrem Börsenbrief schreiben sich die Börsenexperten auf die Fahne, ihre Abonnenten an die Hand zu nehmen und eine außerordentlich hohe Verweilquote der Leser spricht für diesen Anspruch.
Die Wahl des richtigen Brokers ist eine Eingangsvoraussetzung für gutes, nachhaltiges und strukturiertes Investieren und Traden. Chancen ergreifen ohne die Risiken zu vernachlässigen – nur diese Balance erlaubt, langfristig erfolgreich zu sein. Kontrollierte Offensive ist das Motto von Daniel und Nicolas Saurenz.
Ein aktueller Check und über ein Jahr etablierter Test der Online-Broker in Deutschland hat positive und negative Aspekte für die wichtigsten Broker ergeben. Den größten Kundenzuwachs hatte 2025 mit weitem Abstand Trade Republic, was jedoch nicht zwingend für einen vorderen Platz reichen muss. Die Auswertung von Feingold Research sieht wie folgt aus:
Trade Republic
Vorteile
- Attraktives Tagesgeldangebot
- Geringe Orderkosten pro Aktientrade
- Breites Angebot an Aktien-Basiswerten
- Sehr einfacher Kontoeröffnungsprozess
Nachteile
- Desaströse Performance an hoch volatilen Tagen 2025
- Gelbe Karte der Aufsichtsbehörden für mangelnde Kundenbetreuung
- Intransparente Sicht auf Geld- Briefkurse und teilweise extrem hohe Spreads
- Teurer „Round-Turn“ beim Handel mit Bitcoin und Ethereum im Vergleich zu Konkurrenten wie Smartbroker oder Flatex
Smartbroker
Vorteile
- Marktführer bei Kosten für Aktien- und Derivatekauf
- Anleihenhandel stark ausgebaut
- Guter Kundenservice
- Attraktive Tagesgeldzinsen mit nur leichtem Abschlag zum EZB-Zins
- Verlässlich an volatilen Tagen 2025
- Empfehlenswert für Neueinsteiger und professionelle Anleger
Nachteile
- App wirkt noch etwas verspielt
- Ordereingabe etwas sperrig (211 als Zahl muss erst 211,00 getippt werden)
- Farbgebung jung gehalten
- Ansprache in mails an Kunden manchmal etwas zu jugendlich
Flatex
Vorteile: günstige Derivate über Starpartner; robuste Plattform (auch 2025); einfache Bedienung
Nachteile: Oberfläche/Produkt wirkt etwas „in die Jahre“; nicht überall Kostenführer (je nach Produkt/Handelsplatz)
Consorsbank
Vorteile: große ETF-Sparplan-Auswahl; solide Bank-Infrastruktur
Nachteile: Tagesgeld attraktiv oft nur für Neukunden; Orderprozesse teils umständlich; Aktien/Derivate teuer ohne Aktionen/Partner
ING
Vorteile: sehr etabliert und zuverlässig; ordentliche Betreuung; regelmäßige ETF-Aktionen
Nachteile: Aktienorders teuer; gegenüber Smartbroker klarer Kostennachteil; Tagesgeld attraktiv meist nur Neukunden
LYNX Broker
Vorteile: Profi-Plattform mit vielen Ordertypen/Tools; sehr breite Märkte & Assetklassen; Multi-Währung & international stark
Nachteile: komplexer Einstieg ; Gebührenmodell nicht Neo-Broker-like (Mindest-/Prozentlogik); Krypto eher indirekt (Derivate/ETPs) statt „direkt“
Comdirect
Vorteile: starke Handelsplatz-/Produktbreite; Aktionen/Prämien teils attraktiv
Nachteile: Einmalorders oft teuer (Grundgebühr + volumenabhängig, Mindestgebühr); Sparplan-Konditionen/Aktionen genau lesen; Krypto nur Zertifikate
Scalable Capital
Vorteile: Günstiges Trading (FREE meist 0,99 €, PRIME+ Flat-Logik ab 250 € über gettex); ETF-Sparpläne i. d. R. kostenlos
Nachteile: – Xetra kostet extra; „Kostenfrei“ kann über Spread/Preisqualität kompensiert werden; Krypto-Kosten über Spreads/Modell prüfen
finanzen.net ZERO
Vorteile: 0 € Orders ab 500 € (darunter 1 € Zuschlag); ETF-Sparpläne meist kostenlos; gutes Angebot auch für Zertifikate/Optionsscheine; sehr simpel über gettex
Nachteile: starke Handelsplatzbindung ; reale Kosten hängen an Spreads/Preisqualität; Kleinteilige Orders werden durch Zuschläge/Details weniger attraktiv