
Jürgen Molnar ist Kapitalmarktstratege beim Broker Robomarkets.
US-Präsident Donald Trump schlägt mit dem Zollhammer zu und auf die Börsen drauf, die Anleger flüchten weltweit raus aus Risikopapieren und rein in Gold und vermeintlich sichere Staatsanleihen. Sie schalten in den „Risk-Off-Modus“. Wer gehofft hatte, dass am Ende doch nicht alles so schlimm kommen wird, der hat sich abermals im unberechenbaren Republikaner getäuscht. Auf einer Tafel präsentierte er die sogenannten reziproken Zölle gegen alle „bösen Länder“, die im Falle Chinas bis an die 50-Prozent-Marke heranreichen, die Europäische Union und Deutschland kommen mit 20 Prozent davon.
Wir stellen den Marktkommentar von Jürgen Molnar, Kapitalmarktstratege bei Robomarkets, vor.
Hier erfahren Sie, wie Sie bei Robomarkets günstig in Aktien und ETFs anlegen.
Der 2. April 2025 könnte somit als offizieller Beginn eines weltweiten Handelskriegs in die Geschichtsbücher eingehen. Es ist der Tag, an dem sich die USA abschotten und keiner weiß, wie dieses Spiel am Ende ausgeht. Es kann gut gehen und Unternehmen verlagern tatsächlich ihre Produktion in die USA, aber bis dahin könnte die Weltwirtschaft in eine tiefe Rezession abrutschen.
Jetzt ist die Katze aus dem Sack und viele hatten gehofft, dass es wie so oft an der Börse heißt: „Verkaufen bei Gerüchten, kaufen bei Fakten“. Doch die von Trump gestern geschaffenen Fakten sehen nicht nach Verhandlungsbereitschaft aus, weshalb die Börsen rund um den Globus diese Chance erst einmal auspreisen.
Der DAX kämpft mit der 22.000er Marke, die er im nächtlichen Handel schon deutlich nach unten durchbrochen hatte. Die nächste Unterstützung wartet nun bei 21.500 Punkten, unter dieser könnte es richtig ungemütlich an der Frankfurter Börse werden. Hier dürften einige Stop-Loss-Aufträge großer Investoren liegen, die dann ausgelöst die Talfahrt im DAX noch beschleunigen dürften. Kurz nach Mitternacht hat sie auf außerbörslichen Plattformen zumindest gehalten.