Netflix enttäuscht mit einem zu schwachen Umsatzpfad: Für das dritte Quartal stellt der Streamingkonzern 12,86 Milliarden Dollar in Aussicht, rund 150 Millionen Dollar weniger als erwartet, und engt die Jahresprognose auf 51,0 bis 51,4 Milliarden Dollar ein. Die Aktie verlor nachbörslich knapp sechs Prozent auf etwa 70 Dollar, weil die neue Spanne am oberen Ende gekappt wird, ohne den bisherigen Mittelpunkt anzuheben.
Der Quartalsumsatz stieg um gut 13 Prozent auf 12,56 Milliarden Dollar und verfehlte den Konsens von 12,59 Milliarden Dollar knapp. Der Gewinn je Aktie lag mit 0,80 Dollar einen Cent über der Erwartung. Die operative Marge von 33,2 Prozent übertraf die eigene Zielmarke von 32,6 Prozent. Der Abschlag zielt damit klar auf das Wachstum: Hohe Profitabilität genügt nicht, solange Werbung und Preiserhöhungen den nachlassenden Schub aus dem Vorgehen gegen geteilte Konten nicht sichtbar ersetzen.
Nach einem Minus von mehr als 20 Prozent seit Jahresbeginn ist die Bewertung deutlich gefallen, doch die Zahlen setzen keinen klaren Wendepunkt. Der für 2026 angepeilte Werbeumsatz von rund drei Milliarden Dollar muss sich bei Nutzung und Gesamtumsatz stärker niederschlagen. Solange der Umsatzpfad unter den Schätzungen bleibt, stabilisiert die hohe Marge den Gewinn, begründet aber keine höhere Bewertungsprämie. Nachbörslich fällt Netflix rund 7,5 Prozent.
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