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Warum die SpaceX-Aktie gerade abstürzt

Der abgebrochene Starship-Test ist nur der sichtbare Auslöser. Hinter dem Kurssturz stehen eine extreme Bewertung und ein absehbarer Angebotsschock.

Fünf Wochen nach dem Rekord-Börsengang ist die Euphorie verflogen. Die SpaceX-Aktie fiel unter ihren Ausgabepreis von 135 Dollar und notierte zeitweise unter 125 Dollar. Seit dem Juni-Hoch sind rund eine Billion Dollar Börsenwert verschwunden.

1. Starship enttäuscht

Der jüngste Kursrutsch folgte auf den Abbruch des 13. Starship-Testflugs. Mehrere Raptor-Triebwerke starteten nicht, zwei sollen ausgetauscht werden.

Das wiegt schwer, weil Starship den Kern der Wachstumsstory bildet. Die Rakete soll größere Starlink-Satelliten transportieren, Startkosten senken und als Mondlandesystem für die NASA dienen. Weitere Verzögerungen bedeuten höhere Entwicklungskosten und später anfallende Umsätze.

2. Die Bewertung verlangte Perfektion

Nach dem Börsengang stieg die Aktie von 135 auf mehr als 225 Dollar. Der Unternehmenswert erreichte zeitweise über 2,6 Billionen Dollar. Selbst nach dem Einbruch wird SpaceX noch mit ungefähr dem 45-Fachen des erwarteten Jahresumsatzes bewertet.

Das ist problematisch, weil Raumfahrt, Satellitennetze und KI-Infrastruktur enorme Investitionen erfordern. Starlink verdient Geld, muss aber zugleich Starship und weitere kapitalintensive Projekte finanzieren. Die angekündigte milliardenschwere Anleiheemission verstärkte die Zweifel am Finanzierungsbedarf.

3. Neue Aktien drücken auf den Kurs

Beim Börsengang kam nur ein kleiner Teil der Aktien in den freien Handel. Diese Knappheit trieb zunächst den Kurs. Nun droht der gegenteilige Effekt.

Nach dem ersten Quartalsbericht könnten Mitarbeiter und frühe Investoren rund 911,5 Millionen Aktien verkaufen. Weitere Freigaben sollen folgen. Anleger nehmen dieses zusätzliche Angebot bereits vorweg. Leerverkäufe und der allgemeine Rückzug aus hoch bewerteten Tech-Aktien verstärken den Druck.

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