
SK Hynix liefert neue Nahrung für den KI-Boom: Der südkoreanische Speicherhersteller meldete in der Nacht auf Mittwoch Zahlen für das dritte Quartal einen Umsatz von 104,6 Billionen Won – ein Plus von 328 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der operative Gewinn sprang um 632 Prozent auf 83,3 Billionen Won und übertraf die Analystenschätzung von 76,7 Billionen Won deutlich. Die operative Marge erreichte rund 80 Prozent. Steigende Speicherpreise und der wachsende Absatz hochwertiger Produkte machen den Engpass bei KI-Infrastruktur für SK Hynix damit außergewöhnlich profitabel.
Besonders wichtig wird die nächste Generation der HBM-Speicher, die KI-Beschleuniger mit hoher Bandbreite versorgen. Nach Unternehmensangaben soll HBM4 bereits im vierten Quartal HBM3E bei Absatz und Umsatz überholen. Langfristige Liefervereinbarungen mit 14 Großkunden sichern zudem mehr als die Hälfte der Produktionskapazität für 2027 und 2028 ab. Die Aussage, DRAM und HBM seien praktisch bis 2029 ausverkauft, verlangt allerdings eine Einschränkung: Das Management zählt dabei auch Mengen mit, über die noch konkret verhandelt wird. Die Nachfrageperspektive ist stark; vollständig vertraglich abgesichert ist sie damit noch nicht.
Auch die Aktionäre sollen profitieren: Für 2026 plant SK Hynix Kapitalrückführungen von rund 100 Billionen Won durch Dividenden und Aktienrückkäufe samt Einziehungen. Dazu tragen auch realisierte Gewinne aus der Kioxia-Beteiligung bei, die über eine Sonderdividende weitergereicht werden sollen. Gleichzeitig kündigt der Konzern für 2027 deutlich höhere Investitionen an.
Der Chip-Zyklus geht vorerst weiter. Risikoaffine Trader agieren mit Faktoren wie UR0ZWV ( Faktor 4 ) oder MR3T3T ( Faktor 4)