IREN treibt seine KI-Offensive nach Europa: Mitte Oktober meldete das Unternehmen die Genehmigung für vorbereitende Bauarbeiten an einem geplanten Rechenzentrum im spanischen Badajoz. Der Campus soll rund 300 Megawatt Kapazität bieten, der erste Betrieb ist für 2028 vorgesehen. Zugleich gründete der frühere Bitcoin-Miner die Gesellschaft IREN Europe. Damit zielt der Konzern auf Kunden, die ihre KI-Anwendungen und Daten innerhalb Europas betreiben wollen.
Wie weit der Umbau bereits reicht, zeigen die jüngsten Geschäftszahlen: Im Quartal bis Ende Juni übertraf der KI-Cloud-Umsatz mit 70,5 Millionen Dollar erstmals die Mining-Erlöse von 66,7 Millionen Dollar. Ein fünfjähriger Microsoft-Vertrag über 9,7 Milliarden Dollar untermauert die Expansion; die erste Ausbaustufe wurde im August übergeben. Dennoch klafft zwischen Auftragsbestand und laufendem Geschäft eine erhebliche Lücke: Ende August meldete IREN vertraglich gesicherte, annualisierte KI-Umsätze von vier Milliarden Dollar für seine 2026er-Kapazitäten. Bereits betriebene Anlagen erreichten damals eine Umsatzrate von einer Milliarde Dollar. Die nächsten Wachstumsschritte hängen deshalb vor allem daran, neue Kapazitäten termingerecht ans Netz zu bringen.
Iren bleibt eine der spekulativsten „K.I-Wetten“. Passende Faktoren für Trader sind UG1XPS odeer UG4KMQ.