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Tradingideen

BMW, Mercedes, Porsche – Zoll-Schock!

Die deutschen Auto-Aktien geraten durch Donald Trumps neue Zolldrohung erneut unter Druck. Der US-Präsident hat angekündigt, die Einfuhrzölle auf Autos und Lastwagen aus der Europäischen Union ab kommender Woche von 15 auf 25 Prozent anzuheben. Für den Markt ist das mehr als ein verbaler Nadelstich, weil die Drohung einen bereits angeschlagenen Sektor an einer besonders empfindlichen Stelle trifft: beim Export in den wichtigen US-Markt. BMW und Mercedes-Benz wären davon direkt betroffen, weil sie zwar in den USA produzieren, aber weiter zentrale Modelle aus Europa einführen. Porsche träfe es noch härter, weil der Konzern gar nicht in den Vereinigten Staaten fertigt. Auch Volkswagen bleibt verwundbar, zumal der Konzern die Produktion spezieller Elektroautos in den USA gestoppt hat.

Die Ausgangslage ist ohnehin schwach. Laut ACEA exportierte die EU 2025 noch 668.000 neue Personenwagen in die USA, nach 772.000 im Jahr davor. Der Exportwert fiel von 39,3 auf 30,9 Milliarden Euro. Höhere Zölle würden diesen Rückgang nicht nur fortschreiben, sondern den Preisdruck verschärfen und Margen weiter aushöhlen. Besonders heikel ist, dass Trump die Drohung ausdrücklich mit einer Verlagerung der Produktion in die USA verknüpft: Wer dort baut, soll keinen Zoll zahlen. Damit wird aus dem Handelsstreit ein direkter industriepolitischer Hebel. Für deutsche Hersteller steigt also nicht nur das Absatzrisiko, sondern auch der Druck auf die Standortstrategie.

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