IREN hat einen Fünfjahresvertrag über 3,4 Milliarden Dollar mit Nvidia geschlossen und erhält zugleich eine strategische Option auf eine Nvidia-Beteiligung von bis zu 2,1 Milliarden Dollar. Nvidia kann über fünf Jahre bis zu 30 Millionen IREN-Aktien zu 70 Dollar je Aktie erwerben, während IREN bis zu 5 Gigawatt K.I.-Infrastruktur nach Nvidia-Architektur entwickeln soll. Die Aktie sprang nach der Meldung deutlich an, weil der Markt den Konzern nicht mehr nur als früheren Bitcoin-Miner bewertet, sondern als potenziellen Betreiber großskaliger K.I.-Rechenzentren.
Der starke Kursimpuls überdeckt schwache Quartalszahlen. IREN meldete 144,8 Millionen Dollar Umsatz und verfehlte damit die Erwartungen deutlich, der Nettoverlust lag nach Marktangaben bei 247,8 Millionen Dollar. Entscheidend ist deshalb nicht die laufende Gewinn- und Verlustrechnung, sondern die Glaubwürdigkeit des Infrastrukturpfads: Der Nvidia-Vertrag soll ab 2027 hochlaufen, zunächst über Blackwell-GPUs in bestehenden 60 Megawatt Kapazität am Standort Childress. Zusätzlich baut IREN die Pipeline über Nordamerika, Europa und Asien-Pazifik aus und verweist auf 2,6 Milliarden Dollar Cash per Ende April.
Die Aktie handelt damit einen massiven Vorgriff auf künftige K.I.-Cloud-Erlöse.