Michael Burry verschärft seine Wette gegen den KI-Boom. Der durch „The Big Short“ bekannt gewordene Investor hat Berichten zufolge eine Short-Position gegen Micron Technology aufgebaut, einen der zentralen Profiteure der Nachfrage nach Speicherchips für KI-Rechenzentren. Laut seinem Substack eröffnete Burry die Position am 1. Juli bei 1.051,87 Dollar je Aktie. Micron hatte nach starken Quartalszahlen am 25. Juni noch bis auf 1.213 Dollar zugelegt, fiel bis Donnerstag aber auf 975 Dollar zurück. Wir positionieren uns neu. Testen Sie unseren Börsendienst und profitieren Sie von unserer Strategie.
Burry deutet den Kursanstieg nicht als strukturellen Neubeginn, sondern als klassische Übertreibung. Er verwies auf FOMO, Greater-Fool-Denken und „public commitment bias“ als Treiber der Rally. Micron war über zwölf Monate um 697 Prozent gestiegen, seit Jahresbeginn um 241 Prozent. Parallel baute Burry laut Berichten Positionen in PayPal, Sprouts Farmers Market, Zoetis, Fannie Mae und Freddie Mac aus. Bereits zuvor hatte er gegen Tesla, Caterpillar, Applied Materials und den iShares Semiconductor ETF gewettet – alles Werte, die direkt oder indirekt vom KI-Investitionszyklus profitierten.
Der Kern seiner These zielt auf Überkapazitäten und Investitionsrausch im Halbleitersektor. In einem weiteren Substack-Beitrag kritisierte Burry die Pläne von Samsung und SK Hynix, mehr als 500 Milliarden Dollar in einen koreanischen Chip-Hub zu investieren. Für ihn markiert diese Ausgabenwelle eher den Anfang vom Ende der Rally als deren Bestätigung. Zusätzlichen Druck auf Chipwerte brachte ein Bericht, wonach Meta den Verkauf überschüssiger Cloud-Kapazitäten prüft; zudem soll Apple wegen knapper Speicherchips verstärkt China ins Auge fassen. Das würde die Preissetzungsmacht der Speicherhersteller weiter infrage stellen.
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