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Tradingideen

Nvidia-Aktie knackt die 1.000-Dollar-Marke

Jürgen Molnar ist Kapitalmarktstratege beim Broker Robomarkets.

Sah es an der Wall Street gestern Abend um 20 Uhr noch so aus, als wäre die Börsenparty einmal mehr wegen geplatzter Zinssenkungsträume beendet, drehte Nvidia zwei Stunden später die Musik wieder auf. Vergessen waren sogleich die paar Mitglieder im Offenmarktausschuss der Federal Reserve, die die Zinsen zumindest in diesem Jahr noch nicht senken wollen und erst recht die wenigen, die sich immer noch eine Zinserhöhung als nächsten Schritt vorstellen können. Letzteres ist in der Tat unwahrscheinlich, auch weil sich nach der letzten Sitzung die entsprechenden Daten weiter in die richtige Richtung entwickelt und eine langsame Abkühlung der US-Wirtschaft angezeigt haben. Wir stellen den Marktkommentar von Jürgen Molnar, Kapitalmarktstratege bei Robomarkets, vor.  Im Juni haben Sie die Möglichkeit, Jürgen Molnar und weitere Experten live auf dem Börsenparkett zu erleben. Weitere Informationen…

Stattdessen hievten über Zahlen, Ausblick und Aktienkosmetik euphorisierte Anleger die Aktie von Nvidia endlich über die Schallmauer von 1.000 US-Dollar. Zu hoch, meint das Management und kündigte einen Aktiensplit im Verhältnis von 10:1 an, was das Papier für Kleinanleger noch attraktiver machen sollte. Das derzeit heißeste Unternehmen im Börsenzirkus hat damit wieder einmal alldiejenigen eines Besseren belehrt, die darauf gesetzt haben, dass Umsätze und Gewinne nicht in dieser Dynamik weiter steigen können. Doch sie können und der Hype um das Thema Künstliche Intelligenz und die Nachfrage nach den entsprechenden Chips sind scheinbar auch noch lange nicht erschöpft.

Doch abseits der Party rumort es geopolitisch und China demonstriert gegenüber der Inselrepublik Taiwan weiterhin Stärke. Wenn auch zunächst nur symbolisch, denn das heute startende, zweitägige Manöver findet nur wenige Tage nach der Amtseinführung des neuen Präsidenten statt. Doch es bleibt dabei, auch diese Region ist ein Pulverfass mit der Sprengkraft eines Krieges gegen den gesamten Westen, allen voran die USA. Auch wenn es im Moment so aussieht, als könne nichts die Börse erschüttern, das Säbelrasseln im Osten Asiens und eine jederzeit mögliche Eskalation schwebt wie ein Damoklesschwert über der laufenden Rally am Aktienmarkt.

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