Robotaxis rücken vom Zukunftsversprechen in die Marktmodelle der Investmentbanken. Goldman Sachs Research erwartet für den globalen Robotaxi-Markt bis 2035 ein Volumen von rund 415 Milliarden US-Dollar – getragen von sinkenden Kosten, besseren Sicherheitsdaten und wachsender Nachfrage in den USA, China und neuen internationalen Märkten.
Die eigentliche Brisanz liegt nicht nur in der Umsatzprognose, sondern in der Kostenkurve. Wenn autonome Flottenbetreiber ihre Kosten pro Meile tatsächlich unter 1 US-Dollar drücken, verschiebt sich die Ökonomie des Ride-Hailing grundlegend. Weniger Fahrerlohn, niedrigere Versicherungskosten, sinkende Fahrzeugabschreibungen und effizientere Fernüberwachung könnten vertikal integrierten Anbietern Bruttomargen von 30 bis 50 Prozent ermöglichen.
Damit wird Robotaxi-Mobilität zu einem der härtesten Skalierungswetten im Autosektor: Wer Technologie, Flotte, Betrieb und Regulierung beherrscht, könnte einen neuen Massenmarkt besetzen. Wer nur Fahrzeuge liefert, riskiert dagegen, am profitabelsten Teil der Wertschöpfung vorbeizufahren.
Mehr dazu im Magazin „Know How Kompakt“ von Goldman Sachs