
Smartbroker Holding hat den technisch anspruchsvollen Neustart von Smartbroker+ bewältigt und richtet den Blick nun auf die Skalierung. 2025 stieg der Konzernumsatz nach vorläufigen Unternehmensangaben von 52 auf rund 69 Mio. Euro. Für 2026 peilt das Management etwa 100.000 Neukunden an und bestätigt dieses Ziel trotz der zuletzt ruhigeren Dynamik. Dass das operative EBITDA im laufenden Jahr noch um den Break-even liegen dürfte, ist vor allem den Investitionen in Produktentwicklung und Kundengewinnung geschuldet.
Für zusätzliche Fantasie sorgen neue Angebote für besonders aktive Trader, die ab dem vierten Quartal 2026 erste Ergebnisbeiträge liefern sollen. Noch größer ist das Potenzial des für 2027 geplanten Altersvorsorgedepots: Niedrigere Akquisitionskosten, langfristig gebundene Kunden und mögliche volumenabhängige Vergütungen der ETF-Anbieter könnten wiederkehrende Erlöse schaffen. Ergänzt um KI-Funktionen und weitere Produktinitiativen entsteht aus Smartbroker+ schrittweise eine breitere Investmentplattform. Gelingt die Umsetzung, wächst der Ertrag je Kunde, während die bestehende technische Infrastruktur zunehmend skaliert.
Börsengeflüster sieht auf dem analysierten Kursniveau „klar die positiven Aspekte“ überwiegen und verweist auf das Kursziel von 18 Euro der Analysten von Montega. Entscheidend ist, dass Smartbroker Holding mehrere konkrete Wachstumstreiber gleichzeitig adressiert und dabei auf einer deutlich höheren Umsatzbasis aufsetzt. Die zuletzt langsamere Neukundengewinnung bleibt ein Prüfpunkt, ändert aber wenig am mittelfristigen Potenzial. Zünden Heavy-Trader-Angebot und Altersvorsorgedepot wie geplant, besitzt die Aktie als Nebenwert erhebliches Neubewertungspotenzial.