SpaceX bleibt trotz eines weitgehend erfolgreichen 13. Starship-Testflugs unter massivem Verkaufsdruck. Die Aktie fiel am Montag auf ein Rekordtief von 108,66 Dollar und schloss bei 113,50 Dollar. Damit hat sich der Kurs seit dem Juni-Hoch von rund 225 Dollar halbiert und notiert deutlich unter dem Ausgabepreis von 135 Dollar. Die operative Nachricht – erstmals wurden Starlink-V3-Satelliten testweise ausgesetzt, während das Raumschiff die Rückkehr nahezu unbeschadet überstand – reichte nicht für eine Trendwende.
Der Kursrückgang ist vor allem eine Neubewertung nach einem überzogenen Börsendebüt. Auf dem Hoch wurde SpaceX mit mehr als 2,6 Billionen Dollar bewertet, obwohl der Konzern 2025 einen Verlust von 4,9 Milliarden Dollar schrieb und für den Ausbau von Starlink, Starship und orbitaler KI-Infrastruktur hohe Vorleistungen benötigt. Hinzu kommt zusätzlicher Angebotsdruck: Nach den ersten Quartalszahlen als börsennotiertes Unternehmen Anfang August läuft die erste Phase der Haltefrist aus. Mitarbeiter und frühe Investoren dürfen dann Teile ihrer Bestände verkaufen.
Kurzfristig bleibt das technische Bild daher klar negativ. Solange die Aktie den Ausgabepreis von 135 Dollar nicht zurückerobert, sind Erholungen lediglich als Gegenbewegung im Abwärtstrend zu werten. Der erfolgreiche Starship-Test verbessert zwar die langfristige Investmentstory, doch vor den Zahlen und der Freigabe weiterer Aktien dürfte der Verkaufsdruck anhalten. Erst eine Stabilisierung über mehrere Handelstage und ein belastbarer Ausblick auf Starlink-Wachstum, Investitionen und Cashflow würden das Chance-Risiko-Verhältnis sichtbar verbessern.
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