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Tradingideen

SpaceX macht alle verrückt

Der größte Börsengang aller Zeiten ist nicht gescheitert. Genau das macht ihn gefährlich.

Anfang Juni geriet die Nasdaq ins Rutschen. Der erste Freitag des Monats war der schwächste Börsentag seit Monaten; in Punkten war es sogar der größte Tagesverlust in der Geschichte der US-Technologiebörse. Der Markt wirkte plötzlich dünnhäutig. Irgendwann kommt an der Börse der Moment, in dem nicht mehr jede Geschichte reflexhaft gekauft wird.

Dann kam SpaceX.

Der IPO hat diese Nervosität nicht beendet. Er hat sie übertönt. SpaceX wurde zu 135 Dollar je Aktie platziert, sammelte rund 75 Milliarden Dollar ein und startete mit einer Bewertung von etwa 1,75 Billionen Dollar. Wenige Handelstage später lag der Börsenwert bei mehr als zwei Billionen Dollar. Die Aktie handelte zeitweise deutlich über 200 Dollar. Aus dem größten Börsengang aller Zeiten wurde binnen Tagen eines der lautesten Spekulationsereignisse der vergangenen Jahre.

Damit ist eine Frage erledigt: ob der Markt SpaceX akzeptiert. Er hat es getan. Mehr noch: Er hat das Papier sofort in die Spitzengruppe der wertvollsten Unternehmen der Welt gehoben. Offen ist etwas anderes: Hat der Markt ein neues Technologie-Imperium korrekt bewertet – oder seine Bewertungsmaßstäbe endgültig suspendiert?

SpaceX ist jetzt noch teurer

Schon zum Ausgabepreis war SpaceX extrem teuer. Bei 1,75 Billionen Dollar Bewertung und weniger als 20 Milliarden Dollar Jahresumsatz lag das Kurs-Umsatz-Verhältnis nahe 100. Eine solche Zahl verlangt sehr viel Zukunft, sehr viel Elon Musk und sehr wenig klassische Bewertungsdisziplin.

Nach dem Kurssprung ist die Debatte schärfer. Wer jetzt kauft, zahlt nicht den IPO-Preis, sondern den Preis des erfolgreichen IPOs. Das ist ein anderer Trade. Die ersten Zeichner haben einen Puffer. Spätere Käufer kaufen den Nachfragebeweis gleich mit. Genau dort beginnt das Risiko. Ein gelungener Börsengang ist kein Geschäftsmodell. Er ist zunächst ein Liquiditätsereignis.

Die Bullen erzählen eine andere Geschichte. Für sie ist SpaceX kein Raumfahrtunternehmen, sondern eine Plattform aus Starlink, Satellitenkommunikation, Verteidigungsinfrastruktur, Startkapazitäten, KI-Anwendungen und langfristig womöglich orbitalen Rechenzentren. In dieser Lesart ist die heutige Bewertung nicht teuer, sondern der Einstiegspreis in ein künftiges Technologie-Monopol.

Das muss groß klingen. Kleinere Geschichten tragen diese Bewertung nicht.

Der Haken: Je höher die Aktie steigt, desto weniger Fehler darf SpaceX künftig machen. Ein Unternehmen kann operativ brillant sein und an der Börse trotzdem enttäuschen, wenn der Preis bereits Perfektion verlangt. Genau dort steht SpaceX jetzt.

Aus Zeichnungsfieber wurde Jagdfieber

Vor dem IPO ging es um Zuteilung. Nach dem IPO geht es um Zugang, Geschwindigkeit und Disziplin. Viele Privatanleger, die in der Zeichnungsphase leer ausgingen, kaufen nun im regulären Handel. Das ist bequem, aber nicht harmlos. Die ersten Handelstage haben gezeigt, wie groß die Spannen und wie heftig die Bewegungen sein können. Wer hier unlimitiert kauft, handelt nicht mutig, sondern nachlässig.

Der wichtigste Satz bleibt: Arbeiten Sie mit Limits. Immer. Aus „bestens“ wird bei einem Wert wie SpaceX schnell „schlechtestens“. Gerade wenn ein Papier von Schlagzeilen, sozialen Medien und FOMO getrieben wird, entscheidet nicht nur die Richtung über den Anlageerfolg, sondern der Einstiegskurs.

Für Trader ist SpaceX inzwischen noch interessanter. Der Optionshandel zog sofort massive Nachfrage an. Das ist Warnsignal und Kurstreiber zugleich. Optionen schaffen Liquidität, aber auch Mechanik. Dominieren Call-Käufe, müssen Market Maker ihre Risiken absichern. Das kann die Aktie weiter nach oben drücken. Dreht das Momentum, kann dieselbe Struktur brutal in die Gegenrichtung wirken.

SpaceX ist seit dem IPO nicht nur Aktie. SpaceX ist bereits Derivate-Maschine.

Musk bleibt Teil des Risikos

Viele Anleger kaufen Elon Musk gleich mit. Das ist rationaler, als es klingt, aber riskanter, als viele zugeben. Ohne Musk hätte SpaceX diese Bewertung vermutlich nicht erreicht. Mit Musk bekommt man Vision, Tempo und Kapitalmarktmacht. Man bekommt aber auch Governance-Risiken, politische Reibung, Personenkult und die Abhängigkeit von einer einzelnen Figur.

Die Stimmrechtsstruktur sorgt dafür, dass Musk und Insider ihren Einfluss behalten. Privatanleger bekommen wirtschaftliche Beteiligung, aber kaum Macht. Das muss man nicht skandalisieren. Man muss es verstehen. Wer SpaceX kauft, kauft Wachstum unter starker Gründerkontrolle. Der Streubesitz stellt vor allem den Preis, nicht die Richtung des Unternehmens.

Der Markt hat den Test bestanden – vorerst

Vor dem Börsengang war SpaceX der große Stimmungstest für die Technologieeuphorie. Nach dem Börsengang ist klar: Der Test wurde bestanden. Vielleicht zu gut.

Ein schwacher IPO hätte die große Rechnerei sofort ausgelöst. Ein starker IPO verschiebt sie. Er bestätigt den Markt in seiner Bereitschaft, Zukunft fast grenzenlos zu kapitalisieren. Das stützt KI-Aktien, Plattformwerte, Hochwachstumsstories und alles, was sich als Infrastruktur der nächsten Dekade erzählen lässt. SpaceX ist damit mehr als ein einzelner Börsengang. Es ist ein Freibrief – solange der Kurs steigt.

Der Erfolg erhöht die Fallhöhe. Die Aktie ist noch nicht im S&P 500, große Indexkäufe kommen also nicht automatisch in voller Breite. Gleichzeitig rücken die Lock-up-Termine näher. Wenn mehr Aktien frei handelbar werden, zeigt sich, ob die Nachfrage strukturell ist oder nur die erste Euphorie einer extrem knappen Neuemission.

SpaceX hat den Börsengang nicht vermasselt. Im Gegenteil. Der Markt hat das Papier gefeiert. Genau deshalb ist die Aktie jetzt kein einfacher Zukunftskauf mehr. Sie ist ein Test, wie viel Zukunft der Markt zu welchem Preis erträgt.

Wir haben in den vergangenen Tagen das Produktangebot gefiltert. Folgende Turbos eigenen sich für spekulative Long/Short-Engagements…

WKN

Long/Short

Basispreis

MR1RJ5

Long

102,4274 $

MR1RDS

Long

109,0495 $

VY6ZBQ

Long

110,300 $

MR1RDX

Long

111,5506 $

WA5ZWL

Long

116,000 $

DY36U2

Long

117,000 $

WA5KWK

Long

119,500 $

DY36VC

Long

127,000 $

WA5E90

Long

134,000 $

WA5DYW

Long

138,500 $

UN7KDX

Long

142,500 $

WA5XSR

Long

142,500 $

WA5MRM

Long

143,000 $

DY36VU

Long

143,000 $

WA5TGF

Long

143,500 $

WA5E9T

Long

144,000 $

DY36VV

Long

144,000 $

WA5VML

Long

144,500 $

MR1RS2

Long

168,0763 $

UN7RTX

Long

172,000 $

UN8NZL

Short

239,9878 $

UN8NZK

Short

250,000 $

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