
Liebe Börsianer und liebe Abonnenten von Feingold Research,
zehn Fragen, zehn Antworten zum SpaceX-IPO – kompakt in zwei Minuten.
Frage 1: Wie komme ich an Aktien?
Es gibt die Möglichkeit, über den Broker Trade Republic zu zeichnen. Präzise Informationen dazu erwarten wir in der ersten vollen Juniwoche. Wir werden im Börsenbrief selbstverständlich sofort informieren, sobald weitere Details vorliegen.
Frage 2: Wie teuer ist SpaceX?
Wir sprechen von einem Emissionsvolumen von rund 85 Milliarden US-Dollar. Das entspricht knapp fünf Prozent des gesamten Unternehmens. Die Gesamtbewertung dürfte bei etwa 1,75 bis 1,8 Billionen US-Dollar liegen.
Frage 3: Wie fällt der Vergleich aus?
SpaceX wird damit höher bewertet sein als Meta.
Frage 4: Wie ist die Aktie bewertet?
Kommt der Titel zum angepeilten Kurs an die Börse und legt anschließend noch etwas zu, sprechen wir von einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von rund 100. Das ist außergewöhnlich hoch.
Zum Vergleich: Nvidia wird aktuell mit etwa dem 25-Fachen des Umsatzes bewertet, Amazon mit ungefähr dem Vierfachen.
Frage 5: Ist SpaceX damit teuer?
Ja. Nach klassischen Bewertungsmaßstäben wäre SpaceX sehr teuer. Die Bewertung basiert vor allem auf den langfristigen Wachstumsfantasien rund um Starlink, Raumfahrtinfrastruktur und zukünftige Geschäftsmodelle.
Frage 6: Wann kommen Hebelpapiere auf SpaceX?
Vermutlich direkt nach dem IPO. Es könnte sogar sein, dass einige europäische Emittenten schneller sind als die großen US-Banken.
Frage 7: Warum ist das so?
JP Morgan beispielsweise wurde beim IPO offenbar nur mit einem vergleichsweise kleinen Volumen bedacht. Goldman Sachs und Morgan Stanley spielen eine größere Rolle. Hintergrund sind unter anderem frühere juristische Auseinandersetzungen zwischen Elon Musk und JP Morgan.
Frage 8: Wie einflussreich bleibt Elon Musk?
Sehr einflussreich. Es wird unterschiedliche Aktiengattungen mit verschiedenen Stimmrechten geben. Elon Musk behält die Pakete mit den höheren Stimmrechten, während private Anleger deutlich geringeren Einfluss haben werden.
Frage 9: Worauf sollte man bei der Order achten?
Direkt nach dem Börsengang sollte man konsequent mit Limits arbeiten. Denn „bestens“ kann schnell „schlechtestens“ bedeuten.
Gerade bei stark nachgefragten Neuemissionen können wenige Minuten oder eine unlimitierte Order einen erheblichen Unterschied machen. Je nach Ausführung können dadurch schnell 10, 20 oder 30 Euro pro Aktie verloren gehen. Das nötige Handwerkszeug rund um Orderarten und Platzierung werden wir zum IPO noch einmal ausführlich erläutern.
Frage 10: Welches Potenzial hat SpaceX?
SpaceX wird zunächst nicht direkt in den S&P 500 aufgenommen. Das nimmt der Aktie etwas Fantasie, weil die automatischen Käufe durch Indexfonds zunächst ausbleiben.
Dennoch dürfte die Aktie gerade in den ersten Monaten enorme Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Die Fangemeinde von SpaceX und Elon Musk ist groß, entsprechend hoch könnte die Nachfrage ausfallen.
Danach wird es vor allem darauf ankommen, wie man sich mit der Aktie bewegt. Ein Blick auf Tesla in den vergangenen fünf Jahren zeigt, was möglich ist: Per saldo ging es lange Zeit seitwärts, die Schwankungen waren jedoch enorm. Für Trader war das ausgesprochen interessant.
Deshalb dürfte SpaceX im Juni eines der beherrschenden Themen in unserem Börsenbrief werden.
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Wir freuen uns auf Sie.
Schönes Wochenende.