Zur Wochenmitte ist der DAX bei 25.296 Punkten in den Handel gestartet. Das war ein Abschlag von 9 Zählern gegenüber dem Schlussniveau vom Dienstag. Seine Talsohle markierte der deutsche Leitindex nach Handelsstart bei 25.250 Indexpunkten. Von da an zog er am frühen Nachmittag bis auf seinen Gipfelpunkt bei 25.687 Punkten an. Aus dem Handel ging der DAX bei 25.645 Zählern. Er lag damit 341 Indexpunkte im Plus. Das entsprach einem Zugewinn von 1,3 Prozent.
Der deutsche Leitindex hat sich nach schwachem Beginn deutlich erholt und den höchsten Stand seit einem Monat erreicht. Positive Erwartungen an die laufende Berichtssaison im Technologie- und Halbleitersektor sowie starke KI-Werte und die Adidas-Aktie haben das Börsenbarometer über wichtige mittelfristige Trendmarken gehoben. Der MDAX legte ebenfalls merklich zu, angeführt von einem Kurssprung bei Jenoptik nach einer Anhebung des Margenausblicks dank guter Geschäfte mit Halbleiterausrüstern wie ASML. Im DAX gehörten Infineon, Siemens, Siemens Energy und vor allem SAP mit klaren Aufschlägen zu den Stützen, während Adidas nach starken Quartalszahlen und einer erhöhten Gewinnprognose weiter an Wert gewann. Im Immobiliensektor setzte eine Erholung ein, befeuert durch den Einstieg von Grand City Properties mit einem 20-Prozent-Anteil an LEG und Kursgewinne bei LEG, Grand City und Aroundtown. Im SDAX sorgten ein Ergebnissprung im dritten Quartal und angehobene Jahresziele bei Friedrich Vorwerk für kräftige Kursgewinne, wovon auch Großaktionär MBB profitierte. Der MDAX schloss 259 Punkte höher bei 30.651 Zählern. Der EuroStoxx 50 verbesserte sich um 1,4 Prozent auf 6.208 Punkte. Der Euro wurde zuletzt mit 1,1250 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1234 Dollar fest, nach 1,1215 Dollar am vorherigen Handelstag. Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite um 1 Basispunkt auf 3,39 Prozent.
Deutsche Einzelaktien
An der Spitze des DAX stand SAP mit einem Plus von 3,5 Prozent, getragen von besser als erwarteten Quartalszahlen und einer optimistischeren Prognose für das Cloudgeschäft. Airbus legte um 2,7 Prozent zu, wobei starke Ziele wichtiger Triebwerkszulieferer die Nachfrageperspektiven für die Flugzeugprogramme untermauerten. Bayer kam 2,6 Prozent voran. Am Tabellenende fand sich Rheinmetall mit einem Minus von 3,2 Prozent wieder, belastet von einem reduzierten Analystenkursziel und dem Hinweis auf eher vorsichtige Unternehmensziele. Der Wissenschaftskonzern Merck gab 2,8 Prozent nach. Fresenius Medical Care verlor 2,6 Prozent, belastet von US-Plänen zur Dialysereform, die Wettbewerb, Vergütung und Patientenzahlen im Schlüsselmarkt unter Druck setzen könnten. TeamViewer dominierte den MDAX mit einem Plus von 6,3 Prozent. Aroundtown legte um 5,2 Prozent zu, nachdem die Beteiligung Grand City Properties einen rund 20-prozentigen Anteil an LEG Immobilien erworben hat. LEG Immobilien selbst gewann 4,5 Prozent; der Einstieg von Grand City plus weiterem Aufstockungspotenzial sorgt für eine Neubewertung der zuvor stark gefallenen Wohnimmobilienaktie. Am MDAX-Ende stand Auto1 mit einem Minus von 3,2 Prozent. Hensoldt büßte 2,3 Prozent ein, während Lanxess 2,2 Prozent verlor.
USA:
SpaceX hat mit seinen Quartalszahlen die Stimmung an der Technologiebörse Nasdaq aufgehellt und den zuletzt schwächelnden Tech-Sektor gestützt. Das Unternehmen sendete starke Signale zu einer weiterhin robusten Nachfrage im Bereich Künstliche Intelligenz und schürte damit neue Zuversicht in diesem zentralen Zukunftssegment. US-Technologiewerte zogen daraufhin spürbar an, und der Nasdaq 100 drehte nach den Verlusttendenzen der Vortage deutlich ins Plus. Die großen US-Aktienbarometer wie der Dow Jones setzten ihren bereits begonnenen Aufschwung fort. Auch der marktbreite S&P 500 beendete den Handel höher und spiegelte die insgesamt aufgehellte Stimmung an der Wall Street wider. Für den Dow Jones ging es um 360 Punkte oder 0,7 Prozent auf 52.856 Zähler nach oben. Der S&P 500 gewann 45 Punkte oder 0,6 Prozent und schloss bei 7.757. Der Nasdaq 100 lag zum Handelsende mit 332 Punkten oder 1,1 Prozent vorne und kam auf 29.823 Zähler. Am Anleihemarkt erhöhte sich die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe gestern um 1 Basispunkt auf 5,13 Prozent.
US-Einzelaktien
An der Spitze des Dow Jones lag IBM mit einem Plus von 3,9 Prozent, flankiert von der prominenten Rolle als Technologiepartner in Nvidias neuer OpenShell-Architektur für KI-Agenten. Der Chipkonzern Nvidia gewann 2,5 Prozent, wobei Anleger vor allem die auf der GTC Berlin vorgestellten DSX-POD-Rechenzentrumsbausteine und die massiv ausgebauten Packaging-Kapazitäten honorierten. Goldman Sachs zog um 2,3 Prozent an, gestützt von Rekorderlösen im Aktienfinanzierungsgeschäft und einem boomenden Prime-Brokerage als wesentliche Impulse. Am unteren Ende der Skala rangierte Alphabet mit einem Minus von 1,6 Prozent, belastet durch den verschärften Wettbewerb im Markt für generative KI durch Metas Muse-App sowie die Diskussion über steigende Infrastrukturkosten für Rechenzentren. Procter & Gamble büßte 1,6 Prozent ein, während Nike 0,9 Prozent nachgab. Im Nasdaq-Index führte SpaceX mit einem Plus von 7,8 Prozent, befördert durch optimistische Reaktionen auf neue SpaceX-bezogene Meldungen. MicroStrategy verbesserte sich um 7,5 Prozent. Datadog legte um 6,5 Prozent zu. Am Ende der Rangliste lag DexCom mit einem Minus von 6,4 Prozent, Netflix fiel um 5,3 Prozent, während DoorDash 3,8 Prozent verlor. Im frühen Handel notieren die US-Aktienindex-Futures im Minus.



