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Während die Angst um eine neue Bankenkrise die Weltbörsen in Atem hält, erleben Technologieaktien eine Renaissance. Ausgerechnet die jüngsten Kapriolen bei den Renditen haben das Blatt zu ihren Gunsten gewendet. Kann dies von Dauer sein? 

Schaut man in den Rückspiegel, scheint die Reise derzeit nicht in die richtige Richtung zu gehen. Zuerst strauchelten zwei bis drei in Europa nahezu unbekannte US-Regionalbanken und dann mit der Credit Suisse ein Institut, das zu den 30 global systemrelevanten Banken zählt. Damit bewegt sich der Finanzmarkt wieder in Richtung „Mini-Lehman-Moment“. Vielen Anlegern stecken die Erlebnisse der Finanzkrise 2009 noch in den Knochen.

„Sichere Häfen wie Anleihen sind daher gesucht“, meint Dennis Austinat, Deutschland-Chef von Trive, der internationalen Multi-Asset-Plattform. „Mit der hohen Nachfrage nach Bonds steigen die Kurse, im Gegenzug fallen die Renditen mit einer selten zu beobachtenden Dynamik“, so Austinat weiter. Vergangenen Montag sackte die Rendite der zweijährigen US-Staatsanleihen so kräftig ab wie seit 1982 nicht mehr. Der Renditeabsturz war somit kräftiger als am Schwarzen Montag 1987 oder zu Beginn der Finanzkrise 2008. 

Bonds als Alternative

An den Märkten läuft eine Neubewertung im Schnelldurchlauf. „Noch im Februar waren die Renditen auf so hohe Niveaus geklettert, dass es für viele Anleger interessant geworden war Anleihen mit einer Renditemöglichkeit von 5 Prozent und mehr zu bekommen“, meint Jürgen Molnar, Analyst beim Broker RoboMarkets. Festverzinsliche waren für viele Investoren eine gute Alternative zu Aktien, zumal die zusätzlichen Risiken von Dividendenwerten kaum noch entschädigt wurden. 

„So lag die Risikoprämie von Aktien gegenüber Anleihen zuletzt bei nur noch gut zwei Prozent. Normalerweise beträgt der Aufschlag rund 3,5 Prozent“, erklärt Norbert Betz, Leiter der Handelsüberwachung der Börse München/gettex.. Und selbst Dividendenjäger dürften nachdenklich geworden sein: Der S&P 500 bietet eine magere Verzinsung von weniger als zwei Prozent. 

Perspektivwechsel an der Börse

Mit der Bankenkrise haben sich die Perspektiven deutlich verschoben. Noch zu Monatsbeginn waren weitere aggressive Zinserhöhungen seitens der Fed von mehr als 50 Basispunkten fast ausgemachte Sache. Inzwischen wird an den Terminmärkten der Gipfel für die Sitzung Anfang Mai mit fünf bis 5,25 Prozent gesehen. Anschließend setzt der Markt auf mehrere Zinssenkungen von 25 Basispunkten und sieht den US-Leitzins zu Beginn des kommenden Jahres bei unter vier Prozent. 

„Für Technologieaktien sind dies gute Nachrichten“, meint Betz. „Da Wachstumswerte vor allem von der Fantasie hoher Gewinne in der Zukunft getragen werden, sind zugleich die künftigen Profite bei tieferen Diskontierungszinsen in der Gegenwart mehr Wert und rechtfertigen so eine höhere Bewertung. Zudem verbessern sich die Refinanzierungsbedingungen“, ergänzt Betz. Und auch die Sorgen einer zu hohen Inflation könnten allmählich der Vergangenheit angehören. 

Inflation schwächt sich ab

Ab März kommt es zu deutlicheren Basiseffekten bei den Energiepreisen. Im Vorjahr stiegen Öl, Gas und andere Rohstoffe mit Kriegsausbruch deutlich an. Dieses hohe Preisniveau ist nun die neue Vergleichsbasis und dürfte kaum zu übertreffen sein. Zudem halten Banken derzeit das Geld zusammen, um vor unliebsamen Überraschungen wie etwa einem Bankensturm oder Kreditausfällen gefeit zu sein. Mit anderen Worten: Die Turbulenzen im Bankensektor könnten eine gewisse Straffung der finanziellen Bedingungen bewirken und haben das Potenzial, desinflationär zu wirken. 

Wie investiere ich?

Natürlich wird die Erholung bei den Technologieaktien keine Einbahnstraße. Dass gerade Apple oder Microsoft vom aktuellen Level aus gesehen noch stattlich zweistellig in diesem Jahr steigen werden, darf man zumindest infrage stellen. Die bessere Wahl wären dann wie bei Apple in den letzten Jahren so oft Bonuszertifikate. Wie gut diese sein können, zeigt die folgende WKN: VU3JTQ. Bei diesem Bonuspapier, das nicht mehr kostet als die Aktie selbst – sprich ohne Aufgeld notiert – gibt es 30 Prozent Sicherheitspuffer. Soweit kann Apple fallen und dennoch würden zu jeder Zeit 15 Prozent Rendite p.a rausspringen. Erst wenn Apple mehr als 30 Prozent fällt, verliert man. Aber eben auch nicht mehr als mit der Aktie als Direktinvestment. Das Bonuspapier ist der Aktie in Chance-Risiko-Sicht klar überlegen. 

 

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