Der DAX ist am Donnerstag bei 26.051 Punkten in den Handel gestartet. Er notierte damit 40 Zähler tiefer gegenüber dem Schlussniveau vom Vortag. Auf seinem höchsten Stand kletterte der DAX nach Handelsbeginn auf 26.062 Punkte. Seinen Boden markierte das Börsenbarometer zur Mittagszeit bei 25.914 Zählern. Zum Börsenschluss stand der Index bei 25.983 Punkten. Das waren insgesamt 108 Indexpunkte weniger – ein Tagesverlust von 0,4 Prozent.

Der DAX hat seine Serie von Verlusttagen fortgesetzt und auf das niedrigste Niveau seit Anfang des Monats nachgegeben. Gestiegene Ölpreise mit einem Brent-Preis nahe der Marke von 100 US-Dollar sowie höhere Renditen an den Anleihemärkten lasten seit dem Rekordhoch in der Vorwoche auf der Stimmung und bremsen die zuvor laufende Rally. Zusätzliche Verunsicherung geht vom Iran-Krieg und der von US-Präsident Donald Trump angekündigten Ausweitung des wirtschaftlichen Drucks auf Teheran aus. Auch der MDAX beendete den Handel schwächer. Im europäischen Umfeld büßte der EuroStoxx 50 ein, während die Börsen in Zürich und London kaum von ihren Vortagesschlusskursen abwichen. Der MDAX schloss mit einem Rückgang von 0,3 Prozent oder 107 Punkten bei 31.716 Punkten. Der EuroStoxx 50 ging 0,3 Prozent schwächer bei 6.422 Punkten aus dem Handel. Der Euro steht heute früh bei 1,1700 Dollar. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs für den Euro gestern auf 1,1681 Dollar fest, nach 1,1605 Dollar am Vortag. Die Umlaufrendite sank um 1 Basispunkt auf 3,22 Prozent.

Deutsche Einzelaktien

An der Spitze des DAX notierte Qiagen mit einem Plus von 3 Prozent. Der Aromen- und Duftstoffspezialist Symrise legte 1,9 Prozent zu. Heidelberg Materials zog um 1,5 Prozent an. Am Ende der Kurstafel lag Adidas mit einem Minus von 3,1 Prozent, belastet von der gekappten Gewinnprognose des britischen Sporthändlers JD Sports, dessen schwache Umsätze die gesamte Branche unter Druck brachten. Der Triebwerkshersteller MTU Aero Engines gab 1,8 Prozent nach, was trotz jüngster Stimmrechtsmeldungen institutioneller Investoren nicht auf konkrete operative Nachrichten zurückzuführen war. Deutsche Telekom verlor 1,6 Prozent. Sartorius führte den MDAX mit einem Plus von 6,1 Prozent an, gestützt von einer UBS-Hochstufung samt angehobenen Langfristprognosen. Nemetschek verbesserte sich um 4,2 Prozent, Insiderkäufe durch ein Aufsichtsratsmitglied galten hier als deutliches Vertrauenssignal. K+S zog um 2,4 Prozent an. Am Tabellenende des MDAX stand TKMS mit einem Minus von 3,8 Prozent, hier belasteten Sorgen über den Fachkräftemangel im deutschen Schiffbau. Renk verlor 3,8 Prozent, nachdem die zuvor aufgekommene Übernahmefantasie in einem schwachen Rüstungssektor verpuffte. Lanxess ging 3,2 Prozent leichter aus dem Handel.

USA:

US-Leitindizes gerieten deutlich unter Druck, belastet durch verhaltene Kursreaktionen auf die Geschäftszahlen von Walmart sowie erneut anziehende Ölpreise und Anleiherenditen. Der Dow Jones fiel dabei auf den niedrigsten Stand seit Anfang des Monats und schloss nur knapp über seinem Tagestief, während Nasdaq 100 und S&P 500 ebenfalls spürbar nachgaben. US-Staatsanleiherenditen zogen wieder an, nachdem die Ankündigung des Finanzministeriums, vermehrt langlaufende Treasuries zurückzukaufen, den Aufwärtsdruck zur Wochenmitte nur kurzzeitig gebremst hatte. Die US-Staatsverschuldung überschritt erstmals die Marke von 40 Billionen US-Dollar und rückte damit die Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen stärker in den Fokus. Am Ölmarkt blieb die Entwicklung im Iran-Krieg das beherrschende Thema, nachdem US-Präsident Donald Trump Teheran angesichts stockender Verhandlungen mit einem Wirtschaftskrieg gedroht hatte. Der Dow Jones verlor 704 Punkte oder 1,3 Prozent auf 52.759 Zähler. Der S&P 500 verzeichnete ein Minus von 67 Punkten oder 0,9 Prozent und ging bei 7.641 aus dem Handel. Der Nasdaq 100 schloss 213 Punkte oder 0,7 Prozent schwächer bei 29.213 Zählern. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe gewann 4 Basispunkte und notierte bei 4,69 Prozent.

US-Einzelaktien

McDonald’s führte den Dow Jones mit einem Plus von 0,6 Prozent an. Travelers legte 0,6 Prozent zu, während Disney um 0,4 Prozent vorankam. Das schwächste Dow-Jones-Mitglied war Walmart mit einem Einbruch von 9,2 Prozent, belastet von einem verfehlten flächenbereinigten Umsatzwachstum und einer unter den Erwartungen liegenden Gewinnprognose. Boeing gab 3,2 Prozent nach, Home Depot verlor 2,9 Prozent. Im Nasdaq-Index setzte sich MicroStrategy mit einem Plus von 7,8 Prozent an die Spitze, gestützt vom kräftigen Bitcoin-Sprung und der Aussicht auf krypto-freundlichere US-Regeln. Lumentum stieg um 6,2 Prozent, ein optimistischer Analysebericht mit Fokus auf starkes Gewinnwachstum sorgte für zusätzliche Nachfrage. Marvell Technology zog um 5,8 Prozent an, nachdem eine milliardenschwere Beteiligungsoption durch Google im Rahmen einer Chip-Partnerschaft als deutliches Vertrauenssignal interpretiert wurde. Das Schlusslicht bildete Walmart mit einem Minus von 9,2 Prozent, hier belasteten verfehlte Flächenumsätze, eine vorsichtige Gewinnprognose und Sorgen um die Margen. Intuitive Surgical sackte um 5,8 Prozent ab. Crowdstrike verlor 5,6 Prozent, nachdem Investoren negativ auf den Abgang des Technologiechefs und dessen Wechsel in einen KI-orientierten Fonds reagierten. Im frühen Handel notieren die US-Aktienindex-Futures kaum verändert.

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