Der DAX ist am Dienstag mit 58 Punkten weniger in den Handel gestartet gegenüber dem Schlusskurs vom Vortag. Er notierte bei 26.281 Zählern. Am frühen Morgen stieg er bis auf seinen Gipfel bei 26.293 Punkten. Am frühen Nachmittag rutschte er bis auf 26.120 Zähler ab. Zum Börsenschluss ging der Index bei 26.128 Indexpunkten aus dem Handel. Das Minus belief sich auf 210 Punkte beziehungsweise 0,8 Prozent.
Höhere Anleiherenditen und steigende Ölpreise haben den Markt zu Wochenbeginn weiter von seinem in der Vorwoche erreichten Rekordhoch weggeführt. Das wichtigste deutsche Börsenbarometer baute seine Verluste vom Vortag aus und entfernte sich spürbar von seiner Bestmarke. MDAX-Werte gaben noch stärker nach und fielen auf den niedrigsten Stand seit mehr als drei Wochen. Langfristige Staatsanleiherenditen legten deutlich zu und erhöhten die Attraktivität von Anleihen gegenüber Aktien. Anhaltende Inflationsrisiken, die sich im jüngsten Ölpreisanstieg widerspiegeln, verstärkten diesen Renditeanstieg zusätzlich. Hohe staatliche Kreditaufnahme und wachsender Kapitalbedarf im Zuge des KI-Investitionsbooms trugen ebenfalls zu dem Zinsanstieg bei und belasteten damit den deutschen Aktienmarkt. Der MDAX schloss 1,6 Prozent tiefer bei 31.840 Zählern. Der EuroStoxx 50 verlor 1 Prozent auf 6.468 Zähler. Der Euro liegt heute früh bei 1,1590 Dollar. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs für die Gemeinschaftswährung gestern auf 1,1576 Dollar fest, nach 1,1593 Dollar am Vortag. Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite um 4 Basispunkte auf 3,21 Prozent.
Deutsche Einzelaktien
Bayer stand mit einem Plus von 1,8 Prozent an der DAX-Spitze, unterstützt von einer Umschichtung der Anleger in defensivere Pharmawerte und einem insgesamt robusten Pharmasektor in Europa. Die Deutsche Telekom legte um 1,7 Prozent zu, da der Ausbau des polnischen Glasfaser- und Mobilfunkgeschäfts durch die Zukäufe von Fiberhost und Inea die Erwartungen an das künftige Wachstum beflügelte. SAP gewann 1,6 Prozent. Am Tabellenende lag Infineon mit einem Rückgang von 7,6 Prozent, ausgelöst durch Gewinnmitnahmen in zuvor stark gelaufenen KI- und Chipwerten sowie den Belastungen durch anziehende Renditen und Ölpreise. Siemens Energy büßte 5,2 Prozent ein, nachdem höhere Zinsen und anhaltende Inflationssorgen wachstumsorientierte Titel aus dem Technologiespektrum zusätzlich unter Druck brachten. Heidelberg Materials verlor 3 Prozent. Im MDAX setzte sich Nemetschek mit einem Anstieg von 3,1 Prozent an die Spitze. Freenet verbesserte sich um 1,4 Prozent, während Bechtle um 1,2 Prozent zulegte. Am Tabellenende fand sich Aixtron mit einem Minus von 8,8 Prozent wieder, belastet von deutlichen Gewinnmitnahmen bei KI- und Chipaktien. Thyssenkrupp gab 4,9 Prozent nach. Lanxess verlor 3,7 Prozent, gedrückt von einer kräftigen Abstufung durch Exane BNP Paribas und der wieder aufkeimenden Skepsis gegenüber der schwächelnden Spezialchemiebranche.
USA:
US-Einzelaktien
Johnson & Johnson führte den Dow Jones mit einem Plus von 3,3 Prozent an. Salesforce verzeichnete einen Anstieg um 2,7 Prozent, während Nike um 2,5 Prozent zulegte. Am unteren Ende der Skala lag Caterpillar mit einem Minus von 4,6 Prozent. Bei Nvidia, dem Chipkonzern, sank der Kurs um 2,3 Prozent, belastet durch den sektorweiten Rückschlag bei Halbleiter- und KI-Werten sowie Bedenken hinsichtlich der Finanzierung großer KI-Rechenzentren. Sherwin-Williams gab 1,3 Prozent ab. An der Spitze des Nasdaq stand Intuit mit einem Plus von 4,4 Prozent. Monster Beverage rückte um 4,1 Prozent vor, während Adobe Systems 3,6 Prozent gewann. Am unteren Ende der Skala befand sich CoreWeave mit einem Minus von 12,1 Prozent, da Zweifel über den hohen Kapitalbedarf trotz prall gefüllter Auftragsbücher auf der Aktie lasteten. Lumentum Holdings verlor 9,9 Prozent in einem Umfeld eines breit schwächeren Halbleiter- und KI-Infrastruktursegments. Seagate Technology büßte 9,2 Prozent ein, die Aktie gerät ebenfalls im Sog des Rückgangs bei Chip- und Speicherwerten unter Druck. Im frühen Handel notieren die US- Aktienindex-Futures leicht im Minus.



