Der Leitindex ist am Montag mit 106 Zählern weniger in den Handel gestartet und notierte bei 26.464 Punkten. Sein Tageshoch markierte er nach Handelsstart bei 26.472 Zählern. Sein Tagestief erreichte er am Nachmittag bei 26.258 Indexpunkten. Zum Handelsschluss stand der DAX bei 26.258 Zählern. Das waren 312 Punkte weniger beziehungsweise 1,2 Prozent.
Geopolitische Spannungen im Nahen Osten haben den Markt zum Wochenauftakt spürbar unter Druck gesetzt und nach seinem Rekordstand vom Freitag in die Verlustzone gedrückt. Steigende Öl‑ und Gaspreise sowie deutlich höhere Renditen am Anleihemarkt – mit zehnjährigen Bundesanleihen auf dem höchsten Stand seit rund 15 Jahren – schmälerten die Attraktivität von Aktien. Inflationsdaten aus Deutschland zeigen für August eine Teuerungsrate von 2,9 Prozent, nach 2,8 Prozent im Vormonat, lag aber etwas unter den erwarteten 3,0 Prozent. Hohe Energiepreise trieben die Verbraucherpreise erneut nahe an die Marke von drei Prozent. Der MDAX verlor 0,9 Prozent auf 32.725 Zähler. Der EuroStoxx 50 gab um 1 Prozent auf 6.420 Punkte nach. Der Euro notiert heute früh bei 1,1610 Dollar. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs für die Gemeinschaftswährung am Montag auf 1,1596 Dollar fest, nach 1,1643 Dollar am vorherigen Handelstag. Am Rentenmarkt kletterte die Umlaufrendite um 2 Basispunkte auf 3,27 Prozent.
Deutsche Einzelaktien
Zalando führte den DAX mit einem Plus von 2 Prozent an, begünstigt durch die Ausgabe neuer Aktien zur Finanzierung weiterer Wachstums- oder Strategieprojekte. Continental gewann 1,9 Prozent, während Brenntag um 1,8 Prozent zulegte. Am unteren Ende der Skala stand Siemens Energy mit einem Minus von 5 Prozent. Hier wogen Befürchtungen, SpaceX könne mit eigenen Gasturbinen langfristig zum Wettbewerber im Rechenzentrumsmarkt avancieren, hinzu kamen höhere Anleiherenditen, teureres Öl und die Schwäche KI-naher Technologiewerte. Der Rüstungskonzern Rheinmetall verlor 3,8 Prozent, nachdem Ankündigungen von Bundeskanzler Merz zu effizienteren Beschaffungen der Bundeswehr möglichen Margendruck signalisierten. Heidelberg Materials gab 3,1 Prozent ab. Im MDAX führte Lanxess die Gewinnerliste mit einem Aufschlag von 3,2 Prozent an. Der Nutzfahrzeughersteller Traton legte um 1,7 Prozent zu, gestützt von einem Branchenbericht des VDA zur schleppenden Ladeinfrastruktur, der die Fantasie für eine stärkere Nachfrage nach emissionsfreien Lkw befeuerte. Evonik kam mit einem Zuwachs von 1,2 Prozent voran. Am Ende der MDAX-Tabelle lag TAG Immobilien mit einem Rückgang von 3,6 Prozent, beeinträchtigt von steigenden Anleiherenditen und der Aussicht auf höhere Finanzierungskosten für den zinssensiblen Sektor. Aroundtown verlor 3 Prozent, nachdem eine Analystenabstufung und die Erwartung teurerer Refinanzierungen auf die stark verschuldete Gesellschaft drückten. Deutsche Wohnen gab 2,6 Prozent nach.
USA:
Erneut eskalierende Kämpfe im Iran-Krieg haben die Wall Street belastet. Steigende Ölpreise schürten Inflationssorgen und drückten vor allem auf den Dow Jones. US-Leitindizes wie der S&P 500 gaben nach, während sich Technologiewerte nach den Verlusten zum Wochenschluss stabilisierten. Der Nasdaq 100 notierte leicht im Plus und setzte sich damit positiv vom breiteren Markt ab. Auf Monatssicht verzeichnete der Dow Jones trotz der Tagesverluste einen Zuwachs. Der Dow Jones büßte gestern 374 Punkte oder 0,7 Prozent auf 53.186 Zähler ein. Der S&P 500 verzeichnete ein Minus von 26 Punkten oder 0,3 Prozent und schloss bei 7.686. Der Nasdaq 100 erzielte einen Gewinn von 24 Punkten oder 0,1 Prozent und ging bei 29.457 Zählern aus dem Handel. Am Anleihemarkt stieg die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe um 2 Basispunkte auf 4,75 Prozent.
US-Einzelaktien
Chevron führte den Dow Jones mit einem Plus von 2,1 Prozent an, begünstigt durch den auf über 90 Dollar je Barrel gestiegenen Ölpreis und die Diskussion um erweiterte Förderrechte in Venezuela. Walmart legte 1,7 Prozent zu, während der Chipkonzern Nvidia um 1,5 Prozent vorankam. Am Ende der Rangliste stand Amazon mit einem Minus von 2,5 Prozent. Der Kurs geriet unter Druck, nachdem Berichte über eine schwächere Back‑to‑School‑Kampagne und die Ausweitung des Prime‑Video‑Angebots die Runde machten. Alphabet büßte 2,1 Prozent ein, beeinträchtigt von Sorgen um regulatorische Risiken bei YouTube, hohen Investitionen in Künstliche Intelligenz und Bewertungsfantasie rund um den möglichen Jio-IPO. Jio aus Indien betreibt Mobilfunknetze, Festnetz‑Breitband, Cloud‑Dienste, digitale Plattformen und entwickelt zunehmend KI‑basierte Services. Honeywell gab 1,8 Prozent ab. Im Nasdaq setzte sich Crowdstrike mit einem Plus von 5,8 Prozent an die Spitze, gestützt von kräftig zunehmenden wiederkehrenden Erlösen und einer über den Markterwartungen liegenden Mittelfristprognose, während das Management eine starke Zusatznachfrage durch die Absicherung von KI-Systemen in Aussicht stellte. Tesla legte um 5,5 Prozent zu. Rückenwind kam von den Erwartungen an das für Anfang September angekündigte Robotaxi‑Event, der zunehmenden Aufmerksamkeit für das Energiespeicher‑Geschäft sowie dem anhaltenden Fokus des Konzerns auf autonome Fahrfunktionen. Sandisk kletterte um 5,5 Prozent. Am unteren Ende der Skala lag Take-Two Interactive Software mit einem Minus von 6,7 Prozent. Axon Enterprise verlor 5,7 Prozent, während Shopify 3,6 Prozent einbüßte. Im frühen Handel notieren die US-Aktienindex-Futures kaum verändert.



