Der DAX ist am Dienstag 109 Punkte tiefer gegenüber dem Schlusskurs vom Montag in den Handel gestartet. Er notierte bei 25.897 Zählern. Nach Handelsstart sank er bis auf 25.800 Punkte. Zur Mittagszeit zog er bis auf 26.026 Zähler an. Den Handel beschloss der Index bei 26.008 Punkten. Das war ein nahezu unverändertes Plus von 1 Punkt.

Steigende Öl- und Gaspreise haben zu Wochenbeginn die Kurse belastet, der Leitindex beendete den Handelstag trotz leichter Erholung im Minus. Angriffe der jemenitischen Huthi-Miliz auf Anlagen in Saudi-Arabien und daraufhin gestoppte Förderkapazitäten in Grenznähe nährten Sorgen vor anhaltend hoher Inflation und länger restriktiven Zinsen. Im MDAX dominierten hingegen Aufschläge, gestützt von schwer gewichteten Werten wie Porsche und DWS. Im DAX zählten Fresenius nach einer positiven Analysteneinschätzung zu den stärksten Titeln, während Infineon nach einer Abstufung deutlich ans Indexende rutschte. Im MDAX profitierten Kion und DWS von Kaufempfehlungen, zudem kündigte DWS an, weltweit unter der Marke Deutsche Asset Management aufzutreten. Im SDAX legten Hornbach-Holding-Aktien nach einem robusten Nachfragebild im zweiten Geschäftsquartal kräftig zu. Der MDAX schloss 139 Punkte fester bei 32.544 Zählern. Der EuroStoxx 50 rückte um 0,1 Prozent auf 6.413 Zähler vor. Der Euro wurde zuletzt mit 1,1635 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1614 Dollar fest, nach 1,1622 Dollar am vorherigen Handelstag. Die Umlaufrendite stieg um 4 Basispunkte auf 3,35 Prozent.

Deutsche Einzelaktien

An der Spitze des DAX verzeichnete Fresenius ein Plus von 3,2 Prozent, gestützt von einer optimistischen UBS-Studie, entschärften Sorgen um das US-Biosimilargeschäft und jüngsten Insiderkäufen durch Vorstandschef Michael Sen. Der Rüstungskonzern Rheinmetall zog um 3 Prozent an, begünstigt von einer positiven Einschätzung durch Goldman Sachs, die trotz erwarteter Rückgänge im Munitionsbereich langfristig erhebliches Bewertungspotenzial attestiert. Volkswagen legte um 2,6 Prozent zu, nachdem der Konzern den Verkauf des defizitären Werks Osnabrück vereinbart hatte. Damit reduziert VW perspektivisch die Komplexität im Autogeschäft und profitiert zusätzlich von einer als historisch eingestuften Sparvereinbarung, die auch Analysten als Rückenwind werten. Am unteren Ende der Skala notierte Infineon mit einem Minus von 3,9 Prozent, belastet von einer Abstufung durch Morgan Stanley, die kurzfristig wenig Spielraum für zusätzliche Gewinnerwartungen im Chipsektor erkennt. Hannover Rück gab 2,4 Prozent nach, da der Rückversicherer für 2027 mit sinkenden Preisen im Schaden- und Unfallgeschäft kalkuliert und von einem intensiveren Wettbewerb bei hoher verfügbarer Kapazität ausgeht. Münchener Rück verlor 2,1 Prozent, beeinträchtigt von Signalen weiterer Prämienrückgänge im Rückversicherungsgeschäft. Im MDAX führte Kion Group mit einem Plus von 6,8 Prozent das Feld an, beflügelt von einer Citibank-Hochstufung, die Chancen durch Künstliche Intelligenz in der Lagerautomatisierung hervorhebt. Renk Group legte 3,7 Prozent zu, gestützt von einem positiven Metzler-Kommentar, der die gut gefüllten Auftragsbücher und den geplanten Wachstumspfad bis 2030 betont. Aurubis rückte um 3,4 Prozent vor. Am Ende der Rangliste stand Redcare Pharmacy mit einem Minus von 4,1 Prozent. Nemetschek gab 3,6 Prozent ab. Carl Zeiss Meditec verlor 3 Prozent.

USA:

US-Leitindizes haben nach dem verlängerten Wochenende schwächer geschlossen. Steigende Ölpreise belasteten die Stimmung, weil sie die bestehenden Inflations- und Zinsängste verstärkten. Dow Jones und S&P 500 erlitten deutliche Verluste, während sich die technologielastige Nasdaq-Börse robuster zeigte. Der Nasdaq 100 büßte nur moderat ein, weil Kursrückgänge bei Schwergewichten wie Apple, Nvidia und Microsoft durch Gewinne vieler Aktien mit Bezug zu Künstlicher Intelligenz weitgehend ausgeglichen wurden. Insgesamt herrschte Zurückhaltung vor einer Woche mit potenziell marktbewegenden Terminen wie dem Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank am Donnerstag und den anstehenden US-Inflationsdaten am Freitag. Zusätzliche Unsicherheit ging von den anhaltenden Spannungen im Nahen Osten aus, nachdem Berichte über Explosionen auf der iranischen Öl-Exportinsel Charg publik wurden. Der Dow Jones beendete den Handel mit einem Minus von 628 Punkten oder 1,2 Prozent bei 52.786 Zählern. Der S&P 500 gab um 45 Punkte oder 0,6 Prozent nach und notierte bei 7.674. Für den Nasdaq 100 ging es um 36 Punkte oder 0,1 Prozent auf 29.508 Zähler abwärts. Am Anleihenmarkt stieg die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe um 2 Basispunkte auf 4,80 Prozent.

US-Einzelaktien

Caterpillar führte den Dow Jones mit einem Plus von 1 Prozent an. UnitedHealth legte 0,9 Prozent zu, während Chevron um 0,6 Prozent zulegte, wobei ein milliardenschwerer Fünfjahresplan in Venezuela mit höherer Förderleistung und verbesserter Rechtssicherheit für Fantasie sorgt. Am unteren Ende der Skala lag Amgen mit einem Minus von 10,1 Prozent, da eine Abstufung im schwachen Gesundheitssektor zusätzlichen Verkaufsdruck auslöste. Salesforce verlor 3,9 Prozent, während Home Depot 2,3 Prozent einbüßte. Im Nasdaq-Segment stand CoreWeave mit einem Plus von 11,7 Prozent an der Spitze, getragen von einer breit angelegten Rallye bei KI-Infrastrukturwerten und optimistischen Langfristprognosen für KI-Rechenzentren. Lumentum gewann 11 Prozent, wobei eine neue Welle von Anlegerinteresse an optischer Konnektivität für KI-Rechenzentren die Aktie in den Fokus rückte. Intel kletterte um 9,1 Prozent nach oben, gestützt von einer frischen Analystenhochstufung, geplanten CPU-Preiserhöhungen und Fortschritten im Foundry-Geschäft, die die Fantasie der Investoren befeuerten. Shopify verlor 7,6 Prozent, nachdem ein größerer Aktienverkauf durch Ark Invest unter Anlegern als Belastungssignal gewertet wurde. Astera Labs büßte 6,9 Prozent ein. Im frühen Handel notieren die US-Aktienindex-Futures kaum verändert.

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