Airbus Helicopters entwickelt einen unbemannten Hubschrauber. Das System wurde auf der ILA in Berlin erstmals öffentlich gezeigt und soll zur Serienreife gebracht werden. Eine Markteinführung wird für die frühen 2030er-Jahre angestrebt.
Eine erste Version des Hubschraubers entsteht für das US Marine Corps, parallel wird an einer europäischen Ausführung gearbeitet. Hintergrund sind veränderte Einsatzprofile in aktuellen Konflikten. Der Krieg in der Ukraine zeigt, dass bemannte Helikopter im frontnahen Raum hohen Risiken ausgesetzt sind und häufiger tiefer, nachts oder im rückwärtigen Gebiet eingesetzt werden.
Der unbemannte Hubschrauber soll Aufgaben übernehmen, bei denen kein Pilot an Bord sein muss. Ohne Cockpit steigt die Nutzlast. Genannt werden mehr als 500 Kilometer Reichweite und rund 1,2 Tonnen Kapazität. Die Steuerung erfolgt vom Boden aus.
Zivile Einsätze sind vorerst nicht vorgesehen, weil die Zulassung im Luftraum komplex ist. Auch Start-ups arbeiten an Transportdrohnen. Das Geschäft mit konventionellen Hubschraubern bleibt bei Airbus stabil. Etwa die Hälfte der Modelle geht an militärische Kunden. Zusätzliche Nachfrage entsteht durch Flottenerneuerungen und Ersatz alter Muster. Airbus nutzt außerdem zivile Basismodelle für militärische Varianten.



