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Tradingideen

Bloom Energy – (k)ein Signal für Nel und Plug Power

Die Rally bei Bloom Energy wirft ein grelles Licht auf den Rest des Wasserstoffsektors – und daraus ergibt sich für Nel und Plug Power eher ein unangenehmer Vergleich als ein neuer Aufbruch. Bloom hat mit einem Umsatzsprung um 130 Prozent auf 751 Millionen Dollar, einem bereinigten Gewinn von 44 Cent je Aktie statt der erwarteten 12 Cent und einer deutlich erhöhten Jahresprognose geliefert, was der Markt sehen wollte. Bloom schafft reales Wachstum, operative Hebel und einen direkten Bezug zum K.I.-Stromboom. Die Aktie sprang daraufhin um 27 Prozent auf ein Rekordhoch und liegt im April mehr als 100 Prozent im Plus. Die Marktstellung ist spannend: Bloom Energy ist bei Oracle für das Projekt Jupiter inzwischen sogar alleiniger Stromlieferant.

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Für klassische Wasserstoffwerte ist das heikel, weil Bloom damit genau die Lücke besetzt, auf die viele Investoren lange bei Nel, Plug Power und anderen gehofft hatten: saubere Energie als Profiteur des K.I.-Booms. Nur ist Bloom näher am Geld. Nel steht weiter für Elektrolyseure und damit für den Ausbau einer grünen Wasserstoffwirtschaft, die politisch gewollt, operativ aber weiterhin zäh ist. Analysten argumentierten zuletzt, dass Europas Wasserstoffbranche unter hohen Energiekosten, schwacher Nachfrage und wachsender Konkurrenz aus China leidet; selbst Branchenvertreter warnten, Europa könne seine frühe Führungsrolle verlieren. Plug Power hat zwar schon 2024 versucht, die Datencenter-Story über Wasserstoff-Backup-Systeme mitzunehmen, aber die operative Ausgangslage blieb deutlich fragiler als bei Bloom. Anders gesagt: Bloom verdient gerade an Stromknappheit, während viele Wasserstofftitel weiter auf den späteren Hochlauf einer ganzen Infrastrukturkette warten.

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