Intel verlor am Freitag 28,6 Prozent und vernichtete damit rund 140 Milliarden Dollar Börsenwert – der schwerste Tagesverlust seit mindestens 1980. Am Donnerstag fiel Intel mit den Zahlen bei Investoren durch: Für das vierte Quartal stellt der Konzern lediglich 15 bis 16 Milliarden Dollar Umsatz in Aussicht, erwartet wurden 17,1 Milliarden Dollar. Hauptproblem bleibt das PC-Geschäft: Stark gestiegene Speicherpreise verteuern Computer, während knappe IT-Budgets die Nachfrage der Unternehmen bremsen. Bereits im dritten Quartal gingen die PC-Erlöse überraschend zurück. Eine Explosion in einem israelischen Werk belastet den Umsatzausblick zusätzlich mit rund 300 Millionen Dollar.
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Das wachsende Geschäft mit Serverprozessoren reicht bislang nicht aus, um diese Schwäche aufzufangen. KI-Agenten treiben zwar die Nachfrage nach CPUs, doch fehlende Komponenten begrenzen Intels Möglichkeiten, daraus Umsatz zu machen. Zugleich bleibt der Wettbewerb hart: AMD und die selbst entwickelten Prozessoren großer Cloud-Anbieter setzen den Konzern unter Druck. Für die langfristige Erholung muss vor allem die Auftragsfertigung liefern. Fortschritte bei der Chipfertigung und beim Zusammenfügen mehrerer Chips in einem Gehäuse wecken Kundeninteresse, rechtfertigen allein aber noch keine milliardenschweren Investitionen.