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Nvidia, Micron, Amazon – Die Parallele zu 2000 hat einen entscheidenden Haken

Ein Tagesverlust von 748 Punkten beziehungsweise 2,9 Prozent: Der Nasdaq-Ausverkauf vom Freitag verschärft die Zweifel am Tech-Boom. Auch nach dem Hoch vom 10. März 2000 bewegte sich der Nasdaq zunächst rund drei Wochen weitgehend seitwärts. Der eigentliche Absturz folgte später. Wer darauf setzt, dass eine platzende Blase sofort einen ununterbrochenen Kurssturz auslösen müsste, unterschätzt, wie lange sich eine Trendwende hinziehen kann.

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Zusätzlichen Anlass zur Vorsicht liefert die Historie: Von den 50 größten Nasdaq-Tagesverlusten seit 1971 entfielen 42 auf Bärenmarktphasen. Das entspricht 84 Prozent, obwohl diese Phasen lediglich ein Viertel aller Handelstage ausmachten. Heftige Einbrüche häufen sich also in übergeordneten Abwärtstrends. Daraus lässt sich allerdings keine 84-prozentige Wahrscheinlichkeit für einen neuen Bärenmarkt ableiten. Die Statistik beschreibt, wann besonders große Verluste auftraten; sie liefert keine belastbare Diagnose für jeden einzelnen Ausverkauf. Auch der ähnliche zeitliche Verlauf zu 2000 ist ein Warnsignal, kein Beweis dafür, dass sich der damalige Crash wiederholt.

Ein wesentlicher Unterschied spricht derzeit für die Chance auf eine Erholung: Die Zuversicht ist bereits kräftig eingebrochen. Der Hulbert Nasdaq Newsletter Sentiment Index, der die empfohlene Aktienquote spezialisierter Börsenbriefautoren misst, fiel binnen drei Wochen um 76 Prozentpunkte auf nur noch 6,2 Prozent. Das schafft aus antizyklischer Sicht Raum für Rückkäufe. Eine kräftige Gegenbewegung wäre deshalb plausibel.

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