Gegenwind für Tech-Aktien könnte von OpenAi kommen. Ein Bericht des WSJ belastet die Futures am Morgen. OpenAI hat demnach zuletzt eigene Ziele bei Nutzerwachstum und Umsatz verfehlt. Das nährt intern Zweifel, ob das Unternehmen seine enormen Ausgaben für Rechenzentren dauerhaft stemmen kann.
Finanzchefin Sarah Friar soll gegenüber Führungskräften Sorge geäußert haben, OpenAI könne künftige Compute-Verträge nicht bedienen, falls die Erlöse nicht schnell genug wachsen. Auch der Verwaltungsrat prüft die Rechenzentrumsdeals inzwischen genauer und hinterfragt Sam Altmans Kurs, trotz schwächerer Geschäftsdynamik noch mehr Kapazitäten zu sichern.
Damit gerät Altmans bisher aggressive Expansionsstrategie vor einem möglichen Börsengang stärker unter Druck. Friar und andere Manager drängen laut mit der Sache vertrauten Personen auf strengere Kostenkontrolle und mehr operative Disziplin. Altman und Friar widersprechen jedoch dem Eindruck interner Spannungen. Man sei „vollständig darauf ausgerichtet, so viel Rechenleistung wie möglich zu kaufen“, erklärten beide gemeinsam. Die Darstellung eines Richtungsstreits sei „lächerlich“.
Altman hatte jahrelang darauf gesetzt, möglichst große Rechenzentrumskapazitäten zu sichern. Sein Argument: Nicht Nachfrage, sondern fehlende Rechenleistung begrenze OpenAIs Wachstum. Im vergangenen Jahr ging das Unternehmen Verpflichtungen über künftige Ausgaben von rund 600 Milliarden Dollar ein.
US-Halbleiter-Aktien zeigen die stärkste Überhitzung – gemessen am Abstand zur 200-Tage-Linie – seit 2000.
Für unseren Börsendienst- hier testen – ist diese Entwicklung ein klares Signal: Die Zeit der einfachen Tech-Spekulationen vorbei. Jetzt zählt Selektion.