Der DAX ist am Dienstag bei 25.370 Punkten in den Handel gestartet und damit 41 Zähler unter dem Schlussniveau vom Vortag. Nach Handelsstart gab der deutsche Leitindex bis auf 25.340 Indexpunkte nach, sein Tageshoch erreichte er am Nachmittag bei 25.647 Punkten. Den Tag beendete der DAX bei 25.591 Zählern. Das entsprach einem Anstieg von 180 Punkten beziehungsweise 0,7 Prozent.
Vor den anstehenden Zinsentscheidungen in den USA, der Eurozone und Japan sowie wichtigen Quartalszahlen großer US-Technologiekonzerne hat der DAX fester geschlossen. Im Umfeld schwacher Zahlen europäischer Konsumgüterkonzerne standen Beiersdorf-Aktien unter Druck, nachdem der Konzern eine zunehmende Kaufzurückhaltung der Verbraucher meldete. Im Autosektor belasteten gesenkte Gewinnziele von Mercedes-Benz nach einem schwierigeren China-Geschäft und erwarteten höheren Materialkosten, während im MDAX Süss Microtec nach reduzierten Jahreszielen zeitweise stark nachgab. Positive Impulse kamen dagegen von der Porsche AG mit einem Kursanstieg nach einem als solide eingeschätzten Quartal sowie von flatexDEGIRO nach der Senkung zusätzlicher Eigenmittelanforderungen durch die Finanzaufsicht. Im Nebenwerteindex SDAX führte eine gesenkte Umsatzzielspanne von Cancom zu deutlichen Kursverlusten. Auf der Konjunkturseite wirkten verbesserte Exporterwartungen der deutschen Industrie stützend, deren Ifo-Index im Oktober auf 12,2 Punkte stieg, während das Wachstum der Geldmenge M3 im Euroraum mit 3,5 Prozent stabil blieb. Für den MDAX ging es um 208 Punkte oder 0,7 Prozent auf 30.495 Zähler nach oben. Der EuroStoxx 50 gewann 0,8 Prozent und notierte bei 6.165 Punkten. Der Euro wird heute früh mit 1,1130 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs für den Euro am Dienstag auf 1,1150 Dollar fest, nach 1,1188 Dollar am vorherigen Handelstag. Die Umlaufrendite sank um 2 Basispunkte auf 3,34 Prozent.
Deutsche Einzelaktien
USA:
US-Einzelaktien
Caterpillar führte den Dow Jones mit einem Plus von 3,1 Prozent an. Goldman Sachs verbesserte sich um 2,1 Prozent. Amazon kletterte um 1,6 Prozent, nachdem die US-Telekomaufsicht FCC die Übernahme von Globalstar durch Amazon Leo genehmigt hatte, was die Ausbaupläne im Satelliten- und Breitbandgeschäft stützt und zusätzliche Wachstumsfantasie im Bereich direkter Mobilfunk- und Gerätekonnektivität schafft. Am unteren Ende der Skala lag Boeing mit einem Minus von 10,7 Prozent, belastet von einem deutlichen Ergebnis- und Umsatz-Miss im dritten Quartal sowie erneut aufgeflammten Sorgen um Produktionsstopps und den 737-Ramp-up. Sherwin-Williams büßte 2,7 Prozent ein, beeinträchtigt durch Margendruck infolge höherer Inputkosten, eine enttäuschende Ergebnisausbeute trotz steigender Erlöse sowie einem vorsichtigen Ausblick. Salesforce gab 2,7 Prozent nach. Der Softwarekonzern wurde in Analystenkommentaren zwar als Profiteur günstigerer Open-Weight-AI-Modelle beschrieben, doch blieb eine entsprechende Kursreaktion aus. Im Nasdaq-Index setzte sich Nebius Group mit einem Plus von 11,2 Prozent an die Spitze, getragen von einer Hochstufung eines Seeking-Alpha-Analysten, der die Bewertung nach dem Kursrückgang nun als attraktiv ansieht. Astera Labs gewann 10,5 Prozent. Rocket Lab rückte um 8,3 Prozent vor. Am Tabellenende stand Paychex mit einem Minus von 5,6 Prozent. Zudem gerieten Cintas, das 4,9 Prozent verlor, sowie Thomson Reuters, das 4,6 Prozent einbüßte, unter Druck. Im frühen Handel heute notieren die US-Aktienindex-Futures kaum verändert.



