Der DAX ist am Donnerstag 220 Punkte tiefer in den Handel gestartet und notierte bei 24.885 Zählern. Nach Handelsbeginn markierte er sein Tageshoch bei 24.997 Punkten. Am Vormittag erreichte er sein Tagestief bei 24.793 Zählern. Den Handelstag beendete der Index bei 24.807 Punkten. Das waren 297 Zähler beziehungsweise 1,2 Prozent weniger.
Hohe Anleiherenditen und steigende Ölpreise haben den DAX deutlich unter Druck gesetzt und ihn zeitweise auf den niedrigsten Stand seit Ende Juli gedrückt. Ein Medienbericht über mögliche neue US-Angriffe auf den Iran vor den Zwischenwahlen in den USA trieb die Ölpreise zusätzlich nach oben, während Sorgen um das französische Staatsdefizit auf die Stimmung lasteten. Am Ende des Tages schloss der deutsche Leitindex klar im Minus, begleitet von spürbaren Verlusten im MDAX und einem schwächeren EuroStoxx 50, während der Schweizer SMI ebenfalls nachgab und der FTSE 100 in London kaum verändert blieb. Am Anleihemarkt weitete sich im Oktober der Renditeabstand zwischen zehnjährigen französischen Staatsanleihen und Bundesanleihen im Zuge der verschärften Schuldensituation in Frankreich aus. In der Technologiebranche setzten sich trotz starker Quartalszahlen von Samsung die Kursrückgänge fort, wovon in Deutschland insbesondere Halbleiter- und KI-Werte erfasst wurden. Im Automobilsektor gerieten Zulieferer nach einer Gewinnwarnung des französischen Konzerns OPMobility unter Druck, während eine Hochstufung die Continental-Aktie etwas stabilisierte. Weitere Belastungen resultierten aus Anschlussverkäufen bei Fresenius Medical Care nach dem angekündigten Führungswechsel sowie aus deutlichen Rücksetzern bei zuvor stark gelaufenen SDAX-Werten wie Indus Holding und herabgestuften Titeln wie Jungheinrich. Der MDAX verlor 2 Prozent oder 606 Punkte auf 29.507 Punkte. Der EuroStoxx 50 schloss 0,9 Prozent tiefer bei 6.127 Zählern. Der Euro liegt heute früh bei 1,1230 Dollar. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs für den Euro gestern auf 1,1186 Dollar fest, nach 1,1177 Dollar am Vortag. Am Rentenmarkt legte die Umlaufrendite um 3 Basispunkte auf 3,47 Prozent zu.
Deutsche Einzelaktien
An der Spitze des DAX lag Scout24 mit einem Plus von 3 Prozent. Der Chemiekonzern BASF legte um 1,2 Prozent zu, gestützt von Spekulationen über ein mögliches Übernahmeangebot für Evonik und die damit verbundenen Synergiechancen. Zalando zog um 1,1 Prozent an, wobei die Pläne für eine KI-gestützte Retourenabwicklung in mehreren Logistikzentren sowie die Beteiligung am Robotik-Spezialisten Sereact als Innovationssignal wahrgenommen wurden. Am Ende der Kursliste stand Volkswagen mit einem Minus von 4,5 Prozent, belastet von den drastisch eingetrübten Gewinnperspektiven bei der Mehrheitsbeteiligung Porsche und internen Restrukturierungssorgen im Konzern. Infineon gab 3,4 Prozent ab, nachdem im Halbleitersektor breite Gewinnmitnahmen einsetzten und Zweifel an den hohen KI-Erwartungen aufkamen. Vonovia verlor 3,3 Prozent, ohne dass marktbewegende Nachrichten als klarer Auslöser identifiziert wurden. RTL Group führte den MDAX mit einem Plus von 2,1 Prozent an, gestützt von der Aussicht auf erhöhte Sichtbarkeit bei Investoren im Rahmen der Münchner Kapitalmarktkonferenz. CTS Eventim kam auf ein Plus von 1,7 Prozent, während flatexDEGIRO um 1,6 Prozent höher schloss, wozu eine bestätigte Kaufempfehlung beitrug, die trotz reduzierten Kursziels die intakte Fundamentallage hervorhob. Am Tabellenende im MDAX fand sich Jungheinrich mit einem Minus von 5,6 Prozent wieder, beeinträchtigt von einer Abstufung durch Bank of America mit trübem Blick auf den europäischen Staplermarkt. Sartorius verlor 5 Prozent, TAG Immobilien gaben 4,6 Prozent nach.
USA:
Deutliche Kursabschläge bei Titeln aus dem Bereich Künstlicher Intelligenz haben die Technologiebörse Nasdaq spürbar belastet. Auslöser war ein Medienbericht über die Umsätze des ChatGPT-Entwicklers OpenAI, der die Zweifel an der Rechtfertigung der hohen KI-Investitionen verstärkte. In der Folge sank der Nasdaq 100 zeitweise um bis zu zwei Prozent und schloss klar im Minus. Standardwerte an der Wall Street beendeten den Handel hingegen nahezu unverändert. US-Präsident Donald Trump wies zuvor Berichte über eine baldige Wiederaufnahme von Militäreinsätzen gegen den Iran zurück und erklärte, die USA würden den Iran vor den Zwischenwahlen am 3. November nicht angreifen. Vor diesem Hintergrund zog der Dow Jones leicht an, während der marktbreite S&P 500 nachgab. Der Dow Jones schloss 52 Punkte oder 0,1 Prozent höher bei 51.232 Zählern. Der S&P 500 ging mit einem Minus von 36 Punkten oder 0,5 Prozent bei 7.765 Zählern aus dem Handel. Der Nasdaq 100 büßte 434 Punkte oder 1,4 Prozent auf 30.726 Zähler ein. Gestern sank die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe um 6 Basispunkte und notierte bei 5,22 Prozent.
US-Einzelaktien
Deutliche Kursabschläge bei Titeln aus dem Bereich Künstlicher Intelligenz haben die Technologiebörse Nasdaq spürbar belastet. Auslöser war ein Medienbericht über die Umsätze des ChatGPT-Entwicklers OpenAI, der die Zweifel an der Rechtfertigung der hohen KI-Investitionen verstärkte. In der Folge sank der Nasdaq 100 zeitweise um bis zu zwei Prozent und schloss klar im Minus. Standardwerte an der Wall Street beendeten den Handel hingegen nahezu unverändert. US-Präsident Donald Trump wies zuvor Berichte über eine baldige Wiederaufnahme von Militäreinsätzen gegen den Iran zurück und erklärte, die USA würden den Iran vor den Zwischenwahlen am 3. November nicht angreifen. Vor diesem Hintergrund zog der Dow Jones leicht an, während der marktbreite S&P 500 nachgab. Der Dow Jones schloss 52 Punkte oder 0,1 Prozent höher bei 51.232 Zählern. Der S&P 500 ging mit einem Minus von 36 Punkten oder 0,5 Prozent bei 7.765 Zählern aus dem Handel. Der Nasdaq 100 büßte 434 Punkte oder 1,4 Prozent auf 30.726 Zähler ein. Gestern sank die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe um 6 Basispunkte und notierte bei 5,22 Prozent.
US-Einzelaktien
An der Spitze des Dow Jones lag Home Depot mit einem Plus von 3,4 Prozent, nachdem bekannt wurde, dass Donald Trump im August neu in den Baumarktkonzern investiert hat. Der Öl- und Gaskonzern Chevron zog um 3,1 Prozent an; hier sorgte die angekündigte Neuordnung der Midstream-Aktivitäten mit deutlich niedrigeren Bakken-Transportkosten für Fantasie bei der Renditeentwicklung. IBM gewann 2,8 Prozent, gestützt durch die Auswahl für die nächste Phase der DARPA-Quantum‑Benchmarking‑Initiative und die Einstufung als KI‑Profiteur im JPMorgan‑Themenkorb. Am unteren Ende der Skala fand sich Nvidia mit einem Minus von 2,9 Prozent wieder, belastet von einem Bericht, demzufolge die wiederkehrenden Erlöse von OpenAI deutlich unter früheren Erwartungen liegen und KI‑Werte insgesamt unter Druck standen. Amazon gab 2,3 Prozent ab, da neue Stellenstreichungen im Stores‑Segment den anhaltenden Fokus auf Effizienz und Profitabilität unterstrichen. Caterpillar verlor 2,2 Prozent. An der Nasdaq-Spitze stand Diamondback Energy mit einem Plus von 4 Prozent. PepsiCo legte 3,7 Prozent zu, Anleger honorierten robuste Quartalszahlen, ein starkes internationales Geschäft und die Aussicht auf schärfere Kostenprogramme. Adobe kam um 3,6 Prozent voran, was dem Status im von JPMorgan definierten KI-Korb zugeschrieben wurde, der laut Studien einen großen Teil der Indexgewinne ausmacht. Am Tabellenende rangierte Astera Labs mit einem Minus von 9,2 Prozent. CoreWeave fiel um 7,8 Prozent, belastet durch den OpenAI-Bericht. Dieser belastete auch Nebius (-7,4 Prozent). Im frühen Handel notieren die US-Aktienindex-Futures leicht im Plus.



