Der der deutsche Leitindex ist zur Wochenmitte 13 Punkte unter dem Schlusskurs vom Dienstag in den Handel gestartet. Er notierte bei 25.577 Zählern. Seine Talsohle erreichte der Index am Morgen bei 25.534 Punkten. Kurz nach Mittag markierte er sein Tageshoch bei 25.717 Indexpunkten. Aus dem Tag ging der Index bei 25.704 Punkten. Das waren 113 Zähler mehr beziehungsweise 0,4 Prozent.

Gestiegene Erwartungen an profitable Anwendungen von Künstlicher Intelligenz haben den DAX zur Wochenmitte weiter nach oben getragen. Das Börsenbarometer setzte seinen Erholungskurs fort und erreichte zwischenzeitlich den höchsten Stand seit fünf Wochen, während der MDAX nachgab. Unerwartet robuste Quartalszahlen des südkoreanischen Speicherchip-Herstellers SK Hynix stärkten die Zuversicht in die Tragfähigkeit der hohen KI-Investitionen und lenkten den Blick erneut auf Technologieaktien. Im Vordergrund stehen zudem die anstehenden Quartalsberichte der US-Konzerne Alphabet und Microsoft, bei denen sich zeigen soll, wie stark KI-Geschäftsmodelle bereits in den Ergebnissen durchschlagen und wann die Ausgaben für Rechenzentren Erträge liefern. Zusätzlich richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank, von der für den Abend ein unveränderter Leitzins erwartet wird. Der MDAX gab um 0,2 Prozent auf 30.425 Punkte nach. Der EuroStoxx 50 gewann 0,1 Prozent und lag bei 6.168 Zählern. Der Euro notiert heute früh bei 1,1150 Dollar. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs für den Euro gestern auf 1,1133 Dollar fest, nach 1,1150 Dollar am Vortag. Die Umlaufrendite legte 2 Basispunkte auf 3,36 Prozent zu.

Deutsche Einzelaktien

Die Deutsche Bank führte den DAX mit einem Plus von 4 Prozent an, gestützt von deutlich besser als erwarteten Quartalszahlen und einem optimistischeren Mittelfristausblick des Managements. Siemens Energy legte um 3,6 Prozent zu, nachdem starke Zahlen des US-Konkurrenten GE Vernova auf ein anhaltend robustes Umfeld im Energie- und Netzgeschäft verwiesen. Siemens Healthineers kletterte um 1,7 Prozent, wobei die überzeugenden Resultate von GE Healthcare auf eine solide Nachfrage im Medizintechniksektor hindeuteten. Am Ende der Kurstafel stand Symrise mit einem Minus von 10,2 Prozent; hier drückte ein für 2026 konkretisierter, aber unter den hohen Erwartungen liegender Wachstums- und Margenausblick auf den Kurs. Zalando verlor 1,8 Prozent, während Scout24 1,5 Prozent nachgab. Porsche war im MDAX mit einem Plus von 4,2 Prozent Spitzenreiter, getragen von einem überraschend robusten Quartal mit Rückkehr in die Gewinnzone, starkem Cashflow und bestätigter Jahresprognose. Aixtron kam auf ein Plus von 3,4 Prozent. Nordex zog um 1,9 Prozent an, nachdem ein neuer Auftrag für einen Windpark in Schleswig-Holstein inklusive langfristigem Servicevertrag die Perspektiven im Servicegeschäft untermauerte. Am Tabellenende lag Thyssenkrupp mit einem Minus von 8,3 Prozent, belastet vom abgespaltenen Werkstoffbereich sowie einem zusätzlichen Bewertungsabschlag auf den verbleibenden Stahl- und Industriekonzern. Traton gab 2 Prozent ab, was auf einen zwar wachsenden, aber unter den Erwartungen liegenden Auftragseingang und stagnierende Lkw-Bestellungen in Europa zurückgeführt wurde. Ströer verlor 1,9 Prozent.

USA:

US-Aktien haben den Handel nach der erwartungsgemäßen Zinsbestätigung durch die Federal Reserve im Plus beendet. Die US-Währungshüter beließen den Leitzins nach der im September vollzogenen ersten Zinserhöhung seit Jahren unverändert, während der Fed-Chef mit Aussagen zur Möglichkeit einer weiteren Straffung im Dezember die bestehenden Markterwartungen untermauerte. Hinweise der Fed auf zusätzlich geplante Sitzungen ohne Zinsentscheid sorgten für weitere Aufmerksamkeit. Besonders Technologiewerte setzten ihre Erholung fort, sodass der Nasdaq 100 auf den höchsten Stand seit einer Woche kletterte und seine 50-Tage-Linie testete. Auch der S&P 500 und der Dow Jones gingen höher aus dem Tagesgeschäft hervor. Im Tech-Sektor rückten Aktien mit Bezug zu Künstlicher Intelligenz stärker in den Fokus, auf die nach US-Börsenschluss mit den Quartalszahlen von Microsoft und Alphabet eine wichtige Bewährungsprobe wartete. Der Dow Jones stieg um 101 Punkte oder 0,2 Prozent und schloss bei 52.479 Zählern. Der S&P 500 gewann 22 Punkte oder 0,3 Prozent und stand zum Schluss bei 7.745. Der Nasdaq 100 legte um 162 Punkte oder 0,5 Prozent zu und beendete den Handel bei 29.813 Zählern. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe zog gestern um 6 Basispunkte auf 5,05 Prozent an.

US-Einzelaktien

American Express setzte sich im Dow Jones mit einem Plus von 1,6 Prozent an die Spitze. Goldman Sachs gewann 1,5 Prozent, wobei die Rolle als federführende Bank beim geplanten Anthropic-Börsengang die Fantasie für künftige Gebühreneinnahmen anregte. Alphabet kletterte um 1,3 Prozent, hat nachbörslich aber rund 10 Prozent verloren. Die Quartalsergebnisse und der Ausblick haben Anleger enttäuscht. Am Tabellenende fand sich Sherwin-Williams mit einem Minus von 1,6 Prozent; hier lasteten ein verfehltes Quartalsergebnis und ein vorsichtiger Ausblick mit anhaltendem Kosten- und Margendruck auf der Aktie. Der Chiphersteller Nvidia verlor 1,2 Prozent. Nike büßte 1,1 Prozent ein. Im Nasdaq zeigte sich Sandisk mit einem Plus von 7,7 Prozent besonders fest, gestützt von einer Sektor-Rallye im Speicherbereich und Hinweisen auf unterbewertetes Wachstumspotenzial. CoreWeave gewann 7,3 Prozent, nachdem der Spezialist für KI-Rechenzentren zusätzliche Kapazitäten in Europa ans Netz genommen und den Einsatz modernster Nvidia-Blackwell-Systeme hervorgehoben hatte. Nebius rückte um 7 Prozent vor, was auf eine neue Kaufempfehlung zurückging. Schlusslicht war Baker Hughes mit einem Minus von 7,4 Prozent. Old Dominion Freight Line verlor 7,3 Prozent, während Fortinet 5,9 Prozent einbüßte, belastet von der Enttäuschung über Details zu Wachstumsmix und Margennachhaltigkeit trotz besserer Quartalszahlen und angehobener Prognose. Im frühen Handel notieren die US-Aktienindex-Futures unterschiedlich. Während der Dow Jones und der S&P 500 sich wenig verändert zeigen, büßt der Nasdaq-Future rund 1 Prozent ein.

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