Der DAX ist am Montag bei 25.207 Punkten in den Handel gestartet. Das entsprach einem Zuschlag von 120 Zählern gegenüber dem Schlussniveau vom Freitag. Auf seinen tiefsten Stand fiel der deutsche Leitindex nach Handelsstart bei 25.167 Indexpunkten. Zur Mittagszeit kletterte er bis auf 25.316 Punkte. Zum Handelsschluss lag der Index bei 25.278 Zählern. Das Tagesergebnis war ein Gewinn von 190 Punkten beziehungsweise 0,8 Prozent.
DAX und MDAX haben zum Wochenauftakt an ihre Gewinne vom Freitag angeknüpft und den Aufwärtstrend ausgebaut. Beide Indizes entfernten sich damit weiter von der in der Vorwoche mehrfach unterschrittenen 25.000-Punkte-Marke beziehungsweise ihren jüngsten Tiefs. Die jüngste Stabilisierung erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender Unsicherheit über die Finanzierung großer Investitionen in Künstliche Intelligenz, die hohen Staatsanleiherenditen und das weiterhin erhöhte Energiekostenniveau. Die Ölpreise hatten nach zwischenzeitlichen Verlusten im Tagesverlauf wieder angezogen. Bundeskanzler Friedrich Merz plädierte zugleich für eine Senkung der Stromsteuer, was als positives Signal für die energieintensive deutsche Industrie gewertet wurde. Die anlaufende Berichtssaison mit den anstehenden Quartalszahlen großer US-Banken könnte in den kommenden Tagen zum zentralen Taktgeber für die weitere Entwicklung des Index werden. Für den MDAX ergab sich ein Anstieg um 114 Punkte oder 0,4 Prozent auf 30.104 Punkte. Der EuroStoxx 50 legte um 0,5 Prozent zu und schloss bei 6.201 Zählern. Der Euro wurde zuletzt mit 1,1180 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs für den Euro gestern auf 1,1181 Dollar fest, nach 1,1206 Dollar am Vortag. Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei 3,44 Prozent.
Deutsche Einzelaktien
Der Rüstungskonzern Rheinmetall führte den DAX mit einem Plus von 2,5 Prozent an, gestützt von einer optimistischeren Brancheneinschätzung von Morgan Stanley und einer breiten Umschichtung in Verteidigungswerte. RWE legte um 2,3 Prozent zu; hier hellten die Initiative von Kanzler Friedrich Merz zur Senkung der Stromsteuer sowie die angehobene Wachstumsprognose die Erwartungen an künftige Erträge auf. SAP zog um 1,6 Prozent an. Am Indexende notierte Infineon mit einem Abschlag von 2,8 Prozent. Daimler Truck büßte 0,9 Prozent ein, während Mercedes‑Benz 0,8 Prozent verlor. Hensoldt dominierte den MDAX mit einem Zuwachs von 5,8 Prozent; ein optimistischer Sektorbericht von Morgan Stanley zur Verteidigungsindustrie lieferte hier zusätzlichen Rückenwind. Auto1 Group kam auf ein Plus von 4,3 Prozent, während Nemetschek um 4,1 Prozent zulegte. Schlusslicht war Aroundtown mit einem Rückgang von 5,4 Prozent, belastet von einer Abstufung durch Goldman Sachs mit deutlich reduziertem Kursziel und schwächeren Ergebnisprognosen. K+S gab 4,9 Prozent nach, während Lanxess 3,8 Prozent einbüßte.
USA:
Die US-Leitindizes sind vor Beginn der Berichtssaison uneinheitlich aus dem Handel gegangen, wobei Technologiewerte unter anhaltenden Gewinnmitnahmen bei Chipaktien litten. Der Handel am Aktienmarkt verlief angesichts des geschlossenen Anleihemarkts und des Feiertags Columbus Day insgesamt impulslos. Im Mittelpunkt stehen nun die zur Wochenmitte anstehenden Inflationsdaten, nachdem die zuletzt gestiegenen Ölpreise die Teuerung wieder angeheizt hatten und die Notenbankpolitik beeinflussen können. Am Rohölmarkt drehten die Preise nach anfänglichen Verlusten ins Plus, während die Lage im Nahen Osten und Berichte über indirekte Kontakte zwischen Iran und den USA im Fokus blieben. Vor dem Start der Bankzahlen am Dienstag bleibt der Finanzsektor unter Druck, auch wenn bereits ein Teil der Risiken in den Kursen berücksichtigt ist. Am Aktienmarkt führten zudem die hohe Konzentration der Marktkapitalisierung auf wenige große KI-Werte sowie deutliche Analystenkommentare zu Adobe, Salesforce, Biogen, CCC Intelligent Solutions, Chipotle und Starbucks zu spürbaren Bewegungen bei Einzelwerten. Der Dow Jones schloss mit einem Plus von 196 Punkten oder 0,4 Prozent bei 51.851 Zählern. Der S&P 500 gab um 4 Punkte oder 0,1 Prozent auf 7.807 nach. Der Nasdaq 100 verlor 218 Punkte oder 0,7 Prozent und endete bei 30.665 Zählern.
US-Einzelaktien
Salesforce führte den Dow Jones mit einem Plus von 2,1 Prozent an, gestützt von einer doppelten Hochstufung durch Bank of America und optimistischen KI-Perspektiven entlang der gesamten Wertschöpfungskette. The Coca-Cola Company legte 2 Prozent zu. Nike zog um 1,8 Prozent an. Am Ende der Rangliste lag Cisco Systems mit einem Minus von 2,6 Prozent, nachdem die Pläne rund um AMDs Helion-Rack-Blueprint auf eine künftig wichtigere Rolle im Markt für agentische KI-Rechenzentren hingedeutet hatten. Nvidia gab 1,3 Prozent nach. Amazon verlor 1,1 Prozent, belastet von einem Analysten-Downgrade und Sorgen über steigende Kosten sowie hohe KI-Investitionen. Im Nasdaq-Index lag Meta Platforms vorn und verbuchte ein Plus von 3,4 Prozent, ausgelöst durch die Vorstellung neuer KI-Modelle, die zusätzliche Erlösquellen in Aussicht stellen. Shopify gewann 4,9 Prozent. Keurig Dr Pepper stieg um 3,1 Prozent. Am unteren Ende der Skala stand Lumentum mit einem Minus von 9,8 Prozent, belastet von Lieferengpässen trotz bis 2029 weitgehend ausgelasteter Produktion. Sandisk fiel um 6 Prozent, beeinträchtigt von der generellen Schwäche der Technologiewerte und einem besonders schwachen IT-Sektor. Astera Labs verlor 5,3 Prozent. Im frühen Handel notieren die US-Aktienindex-Futures kaum verändert.



