Meta hat mit dem persönlichen KI-Agenten Muse an den Märkten einen Volltreffer gelandet. Die Aktie sprang am Mittwoch um mehr als sechs Prozent an. Auslöser waren nicht nur die reine Produktvorstellung, sondern Aussagen von KI-Chef Alexandr Wang, wonach das frühe Nutzerinteresse die Erwartungen deutlich übertroffen habe. Muse erreichte kurz nach dem Start bereits Platz vier unter den meistgeladenen kostenlosen iPhone-Apps in den USA. Wir sind weiterhin via Call WA0Z64 investiert. Der Call liegt rund 50 Prozent im Plus.
Muse kann auf freigegebene Apps zugreifen, E-Mails versenden, Reisen buchen, Einkäufe erledigen und Zahlungen vorbereiten. Der Dienst startet in den USA über eine eigene App und WhatsApp. Grundfunktionen sind kostenlos, umfangreichere Versionen kosten monatlich 20 beziehungsweise 100 Dollar. Damit eröffnet Meta erstmals einen direkten Weg, KI jenseits der Werbung zu monetarisieren. Zugleich besitzt der Konzern durch WhatsApp, Instagram und Facebook einen Vertriebsvorteil, den spezialisierte KI-Anbieter nur schwer nachbilden können.
Die neue Fantasie kommt zur richtigen Zeit. Im zweiten Quartal stieg der Umsatz zwar um 28 Prozent auf 60,8 Milliarden Dollar, doch die Kosten wuchsen um 55 Prozent. Der freie Cashflow brach auf 784 Millionen Dollar ein, während Meta allein 2026 Investitionen zwischen 130 und 145 Milliarden Dollar plant. Morgan-Stanley-Analyst Brian Nowak sieht im Markt für persönliche KI-Agenten langfristig ein Volumen von bis zu 30 Billionen Dollar. Das durchschnittliche Analystenziel von rund 785 Dollar liegt gut 20 Prozent über dem Schlusskurs.
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